FPÖ-Abgeordneter bezeichnet Asylwerber als „Erd- und Höhlenmenschen“

Der Chef der niederösterreichischen FPÖ-Landesorganisation und Nationalratsabgeordnete Christian Höbart bezeichnete in einer Facebook-Statusmeldung die Demonstranten in Traiskirchen als "Erd- und Höhlenmenschen".

Von Marco Maier

In der Facebook-Gruppe "Traiskirchen", in der die Flüchtlinge oft thematisiert werden, beschimpfte FP-Landesparteichef Höbart Asylwerber, die am Donnerstag demonstriert hatten, als "Erd- und Höhlenmenschen". Traiskirchen gilt mit dem hoffnungslos überfüllten Erstaufnahmezentrum für Asylwerber als Hotspot in Sachen Flüchtlinge.

Der Abgeordnete postete seine Aussagen unter Fotos einer Demonstration von Asylwerbern in Traiskirchen. Als ein Facebook-Nutzer nach dem Grund für die Versammlung in der Nacht auf Freitag fragte, schrieb der FP-Abgeordnete: "Kann keinen Grund geben für diese Gesellen! Denen geht es im Vergleich zum Herkunftsland bei uns BESTENS! Skandalöser weise wissen es diese ganzen 'Erd- und Höhlenmenschen' nicht zu schätzen, dass sie hier bestes Essen, neue Kleidung und sonstigen Firlefanz bekommen! Eine Frechheit sondergleichen!!!" Einen Nutzer, der auf Höbarts Facebook-Seite dagegen protestierte, forderte der Abgeordnete auf: "Belästigen Sie Ihre Genossen und lassen Sie mich mit Ihren Ergüssen in Ruhe!"

Zwar ruderte Höbart später etwas zurück, indem er seine Aussagen als "möglicherweise etwas überzeichnet" bezeichnete, doch schon früher postete er ähnliche Aussagen, und schwadronierte über die Zuwanderung von "kulturfernen und ungebildeten Höhlenmenschen und Ziegenhirten (zugespitzt formuliert, aber Ihr wisst, was und wen ich damit meine!)"

Heftige Kritik an Höbarts Äußerungen kam von Vertretern der anderen Parteien, deren Vertreter Höbart aufforderten zurückzutreten, und seine Wortwahl als äußerst rassistisch und respektlos bezeichneten. FP-Bundesparteiobmann Strache äußerte sich bislang noch nicht zu diesem Vorfall.

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Ein Kommentar

  1. Tja, da hat er wohl recht, insb. was die Einwanderer aus Afrika betrifft. Man lebt da so.

    Aber sie wollen das nicht mehr, deswegen machen sie sich auf die Reise nach Europa. Hier gibt es alles für sie. Keiner muss arbeiten.

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