Mehr als 30 Millionen Dollar muss man besitzen, um zum Kreis der Superreichen zu gehören. 211.275 Menschen zählen dazu. Das sind 0,004 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung. Dieser elitäre Kreis verfügt damit über insgesamt 13 Prozent – etwa 30 Billionen Dollar – des globalen Vermögens.

Von Marco Maier

Die globale Vermögenskonzentration infolge der Umverteilung von unten nach oben nimmt immer weiter zu. Ganze 211.275 Menschen zählen zu den absoluten Gewinnern des globalen Monopoly-Spiels. Das entspricht in etwa einer Stadt in der Größe von Lübeck, Linz oder Genf. Sie besitzen mehr als 30 Millionen Dollar an Vermögenswerten. 2.325 davon besitzen sogar mehr als eine Milliarde Dollar an Vermögen. So eine jüngst veröffentlichte UBS-Studie.

Erweitert man diesen Kreis auf all jene Erwachsenen, die über mehr als eine Million Dollar verfügen, kommt man auf eine Zahl von etwa 0,7 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung – etwa 37 Millionen Personen – und ganze 41 Prozent des globalen Vermögens. Damit einher geht nicht nur ein persönlicher Wohlstand, der es diesen Menschen erlaubt, einem angenehmen und abgesicherten Lebensstil zu frönen. Auch sind damit Möglichkeiten verbunden, Einfluss auf die Politik, die Industrie und die Finanzwirtschaft zu nehmen. Ein perfektes Beispiel für die Einflussnahme ist die US-Politik, die von den Wahlkampfspenden der Konzerne abhängig ist.

Zum Vergleich: die ärmsten 68,7 Prozent der Weltbevölkerung – jene, die weniger als 10.000 Dollar an Vermögenswerten besitzen – verfügen über insgesamt rund 7,5 Milliarden Dollar oder gerade einmal 3 Prozent des globalen Vermögens. Unternehmensbeteiligungen wie zum Beispiel Aktien sind damit kaum möglich, dabei werfen diese im Normalfall deutlich mehr Rendite ab als Sparbücher, Bausparverträge und Girokonten. Dabei wäre eine möglichst breite Streuung von Aktien eine hervorragende Möglichkeit, auch die Bevölkerung insgesamt am unternehmerischen Erfolg teilhaben zu lassen und die Unternehmensgewinne nicht nur einer kleinen finanziellen Oberschicht zu übertragen.

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