Devisenmanipulation: Milliardenstrafe für Großbanken

Fünf Großbanken müssen nach einem Skandal um massive Devisenmanipulationen eine Strafe von insgesamt 3,4 Milliarden Dollar zahlen. Betroffen davon sind die Citigroup, HSBC, JPMorgan, die Royal Bank of Scotland und die UBS.

Von Marco Maier

Die großen Banken dieser Welt stehen immer wieder wegen betrügerischen Maßnahmen vor dem Richter. Manipulationen von Zinssätzen und Rohstoffpreisen und Tricks bei Fremdwährungen gehörten in den letzten Jahren immer wieder zum Repertoire der Geldhäuser. Die Strafen sind jedoch trotz ihrer scheinbar enormen Höhe wahrscheinlich nur ein Teil dessen, was die betroffenen Banken tatsächlich infolge der Manipulationen eingenommen haben.

Die höchste Zahlung muss die Schweizer UBS mit insgesamt 799 Millionen Dollar leisten. Dahinter reihen sich die Citigroup (668 Millionen Dollar), JPMorgan Chase (662 Millionen Dollar), Royal Bank of Scotland (634 Millionen Dollar) und HSBC (618 Millionen Dollar) ein. Mit 1,7 Milliarden Dollar verhängte die FCA jetzt den größten Teil der Strafe. 1,4 Milliarden Dollar gehen auf das Konto der US-Aufsichtsbehörde CFTC, der Rest kommt von der Finma.

Derzeit wird jedoch noch gegen weitere Banken ermittelt. Gegen die britische Barclays ermittelt derzeit noch die britische Aufsichtsbehörde FCA und gegen die Deutsche Bank, sowie die Schweizer Credit Suisse laufen ebenfalls noch Ermittlungen wegen Devisenmanipulationen. Zwar behauptet die Deutsche Bank, in diesem Spiel nur eine untergeordnete Rolle gespielt zu haben, doch sie ist einer der größten Devisenhändler weltweit, weswegen man den Beteuerungen der Banker nicht viel Glauben schenkt. Immerhin werden am Devisenmarkt täglich um die 5,3 Billionen Dollar verschoben, so dass dort im Zuge von Manipulationen täglich mehrstellige Millionenbeträge ergaunert werden können.

Lesen Sie auch:  Chinesische Banken drängen zum Ausstieg von SWIFT und zum Verzicht auf US-Dollar

 

Loading...
Spread the love

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.