Proteste in Ferguson. Bild: Twitter @POPSspotSports

Das gesamte Land blickt gebannt auf die rund 21.000 Einwohner zählende Stadt Ferguson im US-Bundesstaat Missouri. Aufgrund befürchteter Unruhen, sollte es nicht zu einer Anklageerhebung gegen den Polizisten Darren Wilson kommen, der am 9. August den Jugendlichen Daniel Brown erschossen hatte, schickt das FBI weitere Agenten in die Stadt.

Von Marco Maier

Während die Medien ständig die Furcht vor Rassenunruhen schüren, richten sich die Proteste der Bevölkerung jedoch auch insgesamt gegen die immer weiter ausufernde Polizeigewalt. US-Cops gelten seit jeher als wenig zimperlich im Umgang mit Verdächtigen. Nur weil es sich beim Polizisten um einen Weißen und beim Opfer um einen Schwarzen handelt, können die Proteste nicht derart simplifiziert werden. Bei den Protestierenden handelt es sich um Menschen aller Bevölkerungsschichten, um Schwarze, Weiße und Latinos, die gegen die schießwütigen und prügelnden Cops aufstehen.

Nun entsandte das FBI 100 weitere Agenten nach Ferguson, um die örtliche Polizei zu unterstützen. Missouris Gouverneur Jay Nixon verhängte bereits am Montag den Ausnahmezustand und mobilisierte die Nationalgarde. Inzwischen nahm das FBI Meldungen zufolge zwei Verdächtige von den "Black Panthers" fest, die möglicherweise einen Bombenanschlag auf die Protestaktionen vorbereitet hatten. Wie groß das aktuelle Polizeiaufgebot in der Stadt ist, zeigt das nachfolgende Video:

https://twitter.com/AnonRastaFTP/status/536024774128840704

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Wie sehr die Polizeigewalt im Fokus der Bevölkerung steht, zeigen die Reaktionen auf die Twitter-Kampagne des New Yorker Police Departements (NYPD). Unter dem Hashtag #myNYPD sollten die Bürger der Stadt (positive) Bilder von Bürgern mit Polizisten posten. Doch stattdessen folgten vor allem Bilder und Videos von Polizisten, die unter Einsatz brachialer Gewalt gegen Verdächtige vorgingen.

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