Uruguays Präsident Jose Mujica. Bild: Flickr / Global Panorama CC-BY-SA 2.0

Er schaffte es mit seinem bescheidenen Lebensstil und seinem großherzigen Auftreten, eine Menge Sympathien rund um den Globus für sich zu gewinnen. Jose Mujica, Präsident von Uruguay wird jedoch bald Geschichte sein. Er darf nicht nocheinmal zur Wahl antreten, so dass dem kleinen südamerikanischen Land bald schon ein politischer Kurswechsel ins Haus stehen wird.

Von Marco Maier

Uruguay gilt als Vorzeigeland in Südamerika. Die Arbeitslosigkeit ist niedrig, anstatt einer breiten Schicht an Armen gibt es einen breiten Mittelstand und Uruguay gilt als das sicherste Land des Halbkontinents, in dem Korruption kaum anzutreffen ist. Mit dazu beigetragen hat Präsident Jose Mujica (79) von der linken "Frente Amplio", der eine äußerst vernünftige Politik durchsetzen konnte. Er, der lieber in seinem Bauernhaus als im Präsidentenpalast wohnt, der 90 Prozent seines Präsidentensalärs spendet, der wie jeder andere Bürger auch das reguläre öffentliche Gesundheitssystem in Anspruch nimmt ohne eine Sonderbehandlung zu verlangen, kann seine Politik jedoch nicht mehr fortführen. Die Verfassung Uruguays verbietet dem seit 2009 amtierenden Mujica eine weitere Amtszeit.

Als Nachfolger wird derzeit der konservative Politiker Luis Lacalle Pou (41) von der Partido Nacional gehandelt, der gegenüber dem 74-jährigen Kandidaten des Linksbündnisses, Tabare Vasquez, deutlich mehr Elan versprüht. Zudem verabsäumte es die amtierende Linksregierung, Forderungen der Bevölkerung in Sachen Infrastruktur, Sicherheit, Gesundheitsversorgung und Bildung umzusetzen. Zwar führt Vasquez in den Umfragen noch mit 42 Prozent, während Pou gerade einmal 32 Prozent erwarten kann. Doch bei der Stichwahl dürfte die konservative "Colorado" Partei, deren Kandidat mit etwa 15 Prozent im Rennen liegt, dem PN-Vertreter Pou die Wahlempfehlung aussprechen. Damit stehen die Chancen für Pou deutlich besser als jene für Vasquez.

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