Die Funktionärin der nationalistischen Partei "Swoboda" und Abgeordnete in der Werchowna Rada, Irina Farion, stimmte die Anhänger in einer Rede auf den Wahlkampf ein. Dabei scheute sich nicht davor zurück, die Demokratie zu verteufeln, eine Militarisierung der Ukraine zu fordern, und zum Mord an "Opportunisten" aufzufordern.

Von Marco Maier

Nachfolgend die Rede der Abgeordneten in der deutschen Übersetzung (durch die Facebook-Gruppe "Antimaidan deutsch"), die Sie auch im Original auf Youtube anhören können. Die Rede hielt sie heute in Kiew auf dem Marsch zu Ehren der Organisation ukrainischen Nationalisten (OUN) und Ukrainischer Aufstandsarmee (UPA).

https://www.youtube.com/watch?v=H7kL2FAMjpA

Mann: Dreimal Ruhm der Freiwilligbataillonen!

Menge: Ruhm! Ruhm! Ruhm!

Farion: Ruhm der Ukraine!

Menge: Ruhm den Helden!

Farion: Wir haben diesen Leitspruch hierher gebracht. Er hat die ganze Ukraine erobert, obwohl es auch im Lande viele Sklaven gibt. Andächtler und Heuchler reißen ihre ungewaschenen Mäuler auf. Geht hart gegen sie vor, glaubt ihnen kein Wort, unter keinen Umständen. Entschuldigt, dass ich mit diesen Worten angefangen habe.
Ich bete zur Gottesmutter: Taufe unsere Feder und Schwerter! Weil nur die Völker, die das Wort haben, sind lebenswert (ein Zitat von ukrainischer Dichterin Lina Kostenko).

Noch eine geniale Frau unserer Politik, Olena Teliga (ukrainische Dichterin, wurde 1939 zum Mitglied der Organisation ukrainischen Nationalisten), sagte einmal: Der Ruhm einer Nation und die Stärke eines Staates gründen sich auf die Kunst und den Krieg. Dieser Krieg war absolut unvermeidbar und geschichtsmäßig. Entschuldigt, ich zitiere hier Hitler nicht gerne, er hatte aber völlig recht, als er sagte: Die Kriege werden vor dem Beginn der Kriegshandlungen gewonnen. Die Kriege werden dann verloren, wenn die Lehrer und die Priester verloren hatten. Die Lehrer und die Priester haben auf der Krim, in Luhansk und in Donezk verloren.

Ukrainische Bücher, ukrainische Wörter, ukrainische Musik, ukrainische Ideen gab es dort nicht. Darum gibt es dort heute Putin. Alles in unserem Leben hängt davon ab, wie wir denken, welche Ziele wir uns setzen und wie viel Ukrainertum wir in unseren Seelen haben. Passt vor allem auf diejenigen auf, die jetzt die Strickhemden angezogen haben, weil es unter diesen Hemden keine ukrainische Seele gibt.

Wir kämpfen nicht nur an der Außenfront gegen den Aggressor Putin, den wir niemals verändern können. Wir haben den einzigen Ausweg: Wir sollen Moskau vernichten. Dafür leben wir, dafür sind wir in diese Welt gekommen, um Moskau, dieses schwarze Loch im europäischen Sicherheitssystem, zu vernichten. Es geht vor allem um unsere Sicherheit. Der größte Feind sind nicht die Russen die an unseren Grenzen stehen. Der größte Feind ist hier, im Inneren des Landes. Sie haben typisch ukrainische Namen, die mit -enko, -tschuk und -uk enden. Sie sind aber hier, die Werwölfe und Wendehälse und Konjunkturgewinner, opportunistisch und kompromissfähig.

Ich wünsche uns allen, dass wir sie vorerst bei den kommenden Wahlen mit unseren Wahlzetteln erschießen. Vorerst mit den Wahlzetteln. Weil diese Opportunisten 1917 die ukrainische Unabhängigkeit kaputt gemacht haben. Sie haben ukrainische Gesellschaft demilitarisiert. Sie haben auf starke ukrainische Armee verzichtet. Sie sprachen über die sogenannte "Demokratie".

Der geniale Kotschubinsky sagte einmal: "Demokratie ist ein Wort zum Lachen, ein komisches romantisches Wort." Unser Staat braucht in der Wirklichkeit ein starkes militantes Selbstbewusstsein. Wir sind der wahre Kern der ukrainischen Politik, im Unterschied zu diesen Pseudoliberalen und Pseudodemokraten. Um uns soll der ukrainische Staat vereinigen.

Noch eine hervorragende Nationalistin, Olena Bdschilka, sagte: "Wie schön die Wiedergeburt eines Staates auch ist, so traurig sind seine Ruinen."

Um die Ruinen zu vermeiden, sollte man 1917, 1946, 1991, 2004 und heute, 2014, gnadenlos gegen die Feinde vorgehen. Wir müssen aufpassen, weil wir nicht nur die Außen-, sondern auch die Heimatfront haben. Keine Vernunft ohne Willen und Gemüt. Eine neue Generation von Bandera-Anhängern wurde vom genialen Donzow (Ideologe des ukrainischen Nationalismus) ins Leben gerufen. Deshalb sollte heute jeder von uns sein Buch "Nationalismus" fest in der Hand halten. Nur Militärgewalt kann unsere Feinde im Aus- und Inland niederschlagen. Seid ihr bereit dazu? Das schlimmste Gift ist der Liberalismus. Deshalb müssen wir sie (die Liberalen) bei den kommenden Wahlen aus der Geschichte streichen.

Ich wünsche uns allen die Liebe zu sich selbst und den Hass zu den Feinden. Ruhm der Ukraine!

 

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