Ukraine: In Mariupol droht der Volksaufstand

In der südostukrainischen Stadt Mariupol wächst der Unmut der Bevölkerung über die dort stationierte Nationalgarde. Sogar die offizielle Website der Stadtverwaltung musste von Plünderungen durch die Nationalgardisten berichten. Die Separatisten, die derzeit große Teile der Oblaste Donezk und Lugansk kontrollieren, können auf immer mehr Sympathien in der Bevölkerung zählen.

Von Marco Maier

Mariupol, welches kurz vor Beschluss der offiziellen Waffenruhe (die jedoch kaum Bestand hatte) noch eines der Vormarschziele der Separatisten war und seitdem von Nationalgardisten und dem umstrittenen "Bataillon Asow" besetzt wird, kann sich mit den regierungstreuen Truppen nicht anfreunden. Insbesondere das Asow-Bataillon steht im Fokus der Kritik, da dessen Milizien plündern, vergewaltigen und morden. Zudem sollen sich Nationalgardisten ebenfalls an Plünderungen beteiligt haben.

Immer wieder wird von Entführungen und Morden berichtet, die auf das Konto der Regierungstruppen gehen. Darauf reagieren einige Bewohner der Stadt mit Vergeltungsangriffen, bei denen sowohl einige Angehörige der Nationalgarde, als auch einige der Unterstützer der Besatzungstruppen getötet wurden. Der Unmut in der Bevölkerung führte dazu, dass sich sowohl der Oberbürgermeister Jurij Chotlubej als auch dessen Stellvertreter Gennadij Mitrofanow krank gemeldet haben und von der öffentlichen Bildfläche verschwanden.

Der Unmut in der Bevölkerung könnte bald schon dazu führen, dass sich die Bevölkerung in einem Aufstand gegen die Besatzer wehrt und die Stadt dann mit Unterstützung der Milizen der "Donezker Volksrepublik" (DVR) Teil von "Noworossija" wird. Der Premierminister der DVR, Alexander Sachartschenko, bekräftigte indessen nach Angaben von RIA Nowosti, dass die Selbstverteidigungskräfte Mariupol, Slawjansk und Kramatorsk wieder zurückerobern wollen.

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2 Kommentare

  1. Es gibt keine „Regierungstruppen“ in Ukraine, da keine legitime Regierung. Und auch wenn, die Nazis von der sgn. „Nationalgarde“ gehören auch dann offiziell nicht dazu.

    Ebenso gibt es dort keine „Separatisten“, das sind lediglich Einheimische, Leute, welche sich der faschistischen Junta in Kiew nicht unterordnen wollen.

    Bitte den Sprachgebrauch korrigieren.

  2. Es ist eine Schande das der sog. demokratische Westen diese Putsch-Regierung in jeder Hinsicht unterstützt und finanziert. Will man den Osten ethnisch säubern so wie von Kiew gesagt ? Blutvergießen im Namen der EU

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