Gordon Duff, ein amerikanischer Analyst und Herausgeber von "Veterans Today" sagte im Interview mit "PressTV", dass die IS-Milizen in Syrien chemische Waffen aus US-Produktion verwendet hätten. Dabei kritisierte er die Tatenlosigkeit der westlichen Regierungen, die nichts gegen das CIA-Netzwerk unternommen hätten.

Von Marco Maier

Der US-Geheimdienst CIA hat offenbar ein großes Interesse daran, den "Islamischen Staat" zu schlimmstmöglichen Grausamkeiten zu bewegen. Nur so kann augenscheinlich eine größtmögliche "Anti-Terror-Koalition" zusammengestellt werden, deren Ziel wohl über kurz oder lang auch die Beseitigung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad sein wird.

So zeigen Bilder von getöteten Kurden bei der Grenzstadt Kobane Verbrennungen und weiße Flecken auf den Leichen, die ansonsten keinerlei Verletzungen aufweisen. Kurz zuvor berichteten die kurdischen Widerstandskämpfer, dass die IS-Milizen ein Dorf in der Nähe von Kobane mit chemischen Substanzen angegriffen hätte. Das Material soll aus einem Labor bei Tiflis (Georgien) stammen. Duff erklärte weiterhin, dass der Islamische Staat inzwischen in der Lage sei, Massenvernichtungswaffen zu produzieren, sofern sie geeignete Wissenschaftler rekrutieren könnten. Bei Mossul (Irak) hätten sie schon radioaktives Material erbeutet, welches für die Herstellung "schmutziger Bomben" geeignet sei.

Indessen beschuldigte der syrische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Baschar Ja'afari, Saudi-Arabien und die Türkei der Bereitstellung von Massenvernichtungswaffen für die Terroristen in Syrien. Beide Länder gelten als inoffizielle Unterstützer der extremistischen Organisation, die ihren Einflussbereich inzwischen auf weite Teile des Iraks und Syriens ausgeweitet hat. Zudem besitzen sowohl die Türkei (als NATO-Mitglied) und Saudi-Arabien sehr gute Beziehungen zu den USA, so dass CIA-Operationen auf deren Territorium wohl geduldet werden.

Inzwischen hat auch die New York Times berichtet, dass im Irak Chemiewaffenbestände gelagert waren, die noch aus jenen Zeiten stammen, in denen die USA Saddam Hussein im Kampf gegen den Iran unterstützten. Teile davon lagerten in jenen Gegenden, die heute der Islamische Staat kontrolliert.

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Das Interview bei PressTV in englischer Sprache gibt es hier.

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3 thoughts on “Nutzt der Islamische Staat chemische Waffen aus US-Produktion?”

  1. Wie sollte es möglich sein das die US-Armee 8 Jahre im Irak nichts gefunden hat und ausgerechnet die IS findet es?

     

    Wer es zu erst gerochen, dem ist es aus dem Arsch gekrochen.

  2. Es ist eigentlich bekannt, dass die Amerikaner in der Außenpolitik  Opportunisten von höchster Güte sind. Sie unterstützten Rußland seinerzeit gegen Deutschland mit dem Ergebnis, dass sie sich selbst eine zweite Weltmacht rangezüchtet haben; seinerzeit flogen sie den gefährdeten späteren Diktator Hussein nach Ägypten aus, um ihn dann umlegen zu lassen; im Mai 2002 traf sich in Paris ein CIA Agent mit  Bin Laden später haben sie ihn dann aufhängen lassen; für Deutschland haben sie den Friedensvertrag 1990 abgelehnt, um ihre Truppen und Atomraketen weiter hier zu lagern; sie schieben die NATO immer näher an Rußland ran, obwohl sie im Einheitsprozess andere Zusagen machten, denken wir weiter an Afghanistan, Vietnam etc pp. Die Amis sind zu einer vernünftigen Außenpolitik unfähig und haben die Massensvernichtungswaffen im Irak nicht vernichtet, obwohl das ja der vorgegeben Kriegsgrund war.

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