Jens Stoltenberg. Bild: Flickr / Arbeiderpartiet CC-BY-ND 2.0

Von heute an übernimmt der Norweger Jens Stoltenberg den Posten des NATO-Generalsekretärs von Anders Fogh Rasmussen, dessen Konfrontationskurs gegenüber Russland im Zuge der Ukraine-Krise heftig umstritten war. Damit könnte wieder ein moderaterer Ton Einzug finden und zur Entspannung der Lage beitragen.

Von Marco Maier

Sicher, ein Mann allein kann schwerlich für die 28 Mitgliedsstaaten des transatlantischen Militärbündnisses sprechen, die schon unter dem Kriegstreiber Rasmussen unterschiedliche Ansichten zur Vorgehensweise im Ukraine-Konflikt hatten. Doch mit dem Sozialdemokraten Stoltenberg bekommt die NATO zumindest ein moderateres Gesicht. Dieses ist angesichts der äußerst angespannten Lage zwischen Ost und West auch dringend nötig. Ein weiterer Hardliner als Nachfolger Rasmussens wäre eine Katastrophe gewesen.

Schon 2011, nach dem Massenmord Breiviks auf der norwegischen Insel Utøya, als 77 Menschen durch dessen Hand ihr Leben verloren, bewies Stoltenberg als Ministerpräsident des Landes, dass er in schwierigen Situationen die Nerven bewahren und die richtigen Worte finden kann. Nun liegen die Hoffnungen auf eine Normalisierung der Beziehungen des transatlantischen Militärbündnisses mit Russland auf dem besonnenen Norweger Stoltenberg. Allerdings muss er darauf achten, dass er nicht zum "freundlichen Gesicht" einer aggressiven NATO-Militärpolitik wird, wenn die kriegsgeilen Regierungen mancher Mitgliedsstaaten die Oberhand gewinnen.

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