Unter anderem wegen den Sanktionen gegen Russland, aber auch durch hausgemachte Probleme entwickelt sich die europäische Konjunkturdelle langsam aber sicher zu einem gewaltigen Loch. Nun stürzen sich die Leitmedien auf die USA als wirtschaftlichen Hoffnungsträger. Doch der momentane US-Aufschwung ist nicht nur trügerisch, er könnte sich für Europa auch als äußerst verhängnisvoll erweisen.

Von Marco Maier

Die Konkunkturaussichten für Europa sind derzeit nicht gerade positiv. Griechenland kollabiert erwartungsgemäß, Frankreich und Italien gleichen wirtschaftlich nur noch Potemkinschen Dörfern, die Niederlande stecken nach wie vor in der Bilanzrezession und selbst Deutschland und Österreich müssen um ihre bisher recht robuste Wirtschaft bangen. Als Gründe dafür müssen neben der hausgemachten Schuldenkrise der Staaten und dem starren Eurokorsett auch die Sanktionen gegen Russland genannt werden, mit denen sich die europäischen Staaten selbst ins Knie geschossen haben.

Nun liegen die Hoffnungen der Politiker und der Leitmedien auf den USA, die infolge des Fracking-Hypes auf Kosten der Umwelt und der Gesundheit der Menschen zwar ihre Wirtschaft wieder ankurbeln konnten, damit jedoch kein nachhaltiges Wachstum erzielen werden. In wenigen Jahren, wenn die letzten Reste an Schiefergas und -öl mit giftigen Chemikalien aus dem Boden gepresst wurden, bricht auch dieses System zusammen. Doch bis dahin wird die US-Staatsverschuldung längst neue Rekorde gebrochen haben, während steigende Zinssätze immer mehr Steuereinnahmen auffressen.

Für die Europäer, die sich in der Zwischenzeit ihre US-Exporte mit Schuldscheinen bezahlen lassen, deren Bonität nur noch in schierer Verzweiflung und der Angst vor einem Kollaps des Dollar-Systems begründet werden kann, wird dies einen neuen ökonomischen Schock mit sich bringen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Was nützen zig Milliarden an US-Dollar, wenn Fed und US-Regierung ohnehin nur eine gewaltige Dollarblase erschaffen, die schlussendlich so oder so explodieren wird? Weshalb noch weiter Dollars sammeln, die wohl schon in wenigen Jahren nur noch ein Bruchteil dessen Wert sein werden, welchen sie heute noch proforma besitzen?

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Doch indem unsere Politik das dreckige Sanktionsspiel der transatlantischen Kräfte mitspielt und Russland zu einer Neuausrichtung der Wirtschaft auf China und andere Schwellenländer zwingt, sabotiert sie sämtliche Diversifikationsmöglichkeiten zur Abfederung eines solchen desaströsen Zukunftsszenarios. Man kann eine geschwächte Volkswirtschaft nicht gesunden lassen, indem man sich noch enger an eine ebenfalls kranke Volkswirtschaft anbindet. Wichtiger ist es, die Zusammenarbeit mit jenen Ländern zu forcieren, die ein natürliches Wachstumspotential besitzen und nicht wie die USA mit Schuldscheinen als Bezahlung um sich werfen.

Wenn Europa tatsächlich einen nachhaltigen Weg aus dem konkunkturellen Jammertal sucht, wird ein Abbruch der Atlantik-Brücke unumgänglich sein. Schritt für Schritt müssen wir uns von der transatlantischen Hydra lösen und jene Länder als Handelspartner für uns gewinnen, bei denen eine für alle Seiten vorteilhafte wirtschaftliche Beziehung möglich ist. Denn wir sind es, die auf Rohstoffe zur Verarbeitung angewiesen sind, während unsere technologischen Errungenschaften auch in anderen Teilen der Welt für eine Verbesserung der Lebensqualität sorgen können. Doch dazu müssen wir uns auch von unserem hohen Ross begeben und den Schwellenländern endlich mit jenem Respekt begegnen, den sie verdient haben.

Unser ökonomisches Überleben wird langfristig davon abhängen, welchen Weg wir schlussendlich gehen. Noch können wir versuchen, das Ruder herumzureißen und uns jenen Ländern zuzuwenden, die eine wirkliche Zukunft haben. Das bedeutet jedoch, dass wir nicht auf die Sirenengesänge der Transatlantiker hören, die unser Schiff geradewegs auf schroffe Felsen zusteuern lassen.

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1 KOMMENTAR

  1. ich habe immer geglaubt der teufel ist nur ein religiøses bild und
    befindet sich auf der anderen seite meines/unseres bewusstseins.
    das ist nicht richtig heute weiss ich wir befinden uns in einer
    abteilung der hølle und der teufel mit seinen gehilfen ist mitten unter uns.
    alles muss ans licht damit helfen wir dem teufel sein unwesen einzusehen und seine macht erlischt.
    überall ist die vernichtung unseres heiligen deutschland's/planeten frei nach morgentau zu erkennen.
    møge dieser kelch durch unser rechtzeitiges erwachen von uns abgewendet
    werden. http://www.youtube.com/watch?v=z4b0yTwP24I

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