Keine Zinsen mehr: Wozu noch Geld zur Bank tragen?

Ersparnisse bei den Banken anzulegen ist derzeit ein Minusgeschäft. Zumindest für jene Menschen, die noch Geld übrig haben um es zu sparen. Doch was tun, mit dem Geld das nicht in den Konsum fließt?

Von Marco Maier

Wer die Zinsen für die Tagesgeldkonten und Sparbücher betrachtet, hat keine Freude daran. Denn auch die vergleichsweise niedrige Inflation kann angesichts der laufenden Gebühren nicht für den Werterhalt der Ersparnisse sorgen. Lediglich die Banken selbst machen durch die Weitergabe in Form von Krediten noch ein Geschäft damit. Angesichts der drohenden Altersarmut infolge der nicht mehr lange lebensfähigen Pensions- und Rentenkassen, sind die privaten Ersparnisse jedoch noch der einzige Schutz vor Verelendung im Alter.

Als Alternative gäbe es noch die Investmentfonds, die jedoch infolge des möglichen Börsencrashs und der hohen Verwaltungsgebühren ebenfalls ihre Tücken haben. Aktienfonds müssten gezielt ausgesucht werden, um bei einem globalen Crash der Finanzmärkte zumindest danach wieder Wachstumschancen aufzuweisen. Doch trotz der jüngsten Kursrutsche sind die meisten börsennotierten Unternehmen immer noch massiv überbewertet. Hier müsste man Fonds suchen, die in recht krisenresistente Unternnehmen und Sparten (Nahrungsmittel, Energieversorgung, usw.) investieren.

Investiert man sein Geld in die als "konservativ" geltenden Anleihenfonds, könnte auch das für böse Überraschungen sorgen. Die sich anbahnende nächste Finanzkrise wäre nämlich auch der finanzielle Tod für die meisten – bislang als sicher geltenden – Industriestaaten. Selbst die Bundesrepublik könnte da angesichts des Schuldenbergs von über 2 Billionen Euro in Zahlungsschwierigkeiten kommen. Von jetzt schon finanziell maroden Staaten wie die USA, Italien, Frankreich oder Portugal ganz zu schweigen. Die Crashwarnungen für Europa mehren sich.

Lesen Sie auch:  Lockdowns, Coronavirus und Banken: Dem Geld folgen (Teil 4)

Schlussendlich bleiben nur noch wenige Alternativen: Wer genügend finanzielle Mittel hat, sollte es in landwirtschaftlich nutzbare Grundstücke investieren. Im Gegensatz zu Immobilien fällt dafür ein geringerer Wartungsaufwand an und man kann die Flächen im Krisenfall zur Eigenversorgung nutzen. Dann gibt es noch Gold- und Silbermünzen, die trotz der jüngsten Wertschwankungen eine wichtige Eigenschaft aufweisen: sie werden – im Gegensatz zu Papiergeld und irgendwelchen Zahlen im Computer – niemals wertlos sein.

Loading...

Als Fazit bleibt wohl nur noch die Feststellung, dass es gerade für die Kleinsparer kaum Möglichkeiten gibt, sich vor der schleichenden Enteignung zu schützen, zumal auch schon Vermögensabgaben auf Bankguthaben immer wieder ins Gespräch kamen. Wobei viele Menschen davon mangels Sparguthaben gar nicht betroffen wären. Und im Falle von umfangreichen Bankenpleiten im Zuge der nächsten Finanzkrise wäre das Geld ohnehin weg, da weder die Einlagensicherung noch die staatlichen "Garantien" dafür ausreichen, die Einlagen bei den Banken abzusichern.

Spread the love

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Ein Kommentar

  1. An alle die keine Kriege wollen ……

     

    Wer hat den Krieg nach Syrien getragen ?  Wer hat die sogenannten

    "Rebellen" bewaffnet ?  Wer hat den Irak, Libyen ins Chaos gestürzt ?

     

    Das sind auch wir !!  Wir bezahlen einen großen Teil unserer Steuer

    und Abgaben für diese Kriege ! Die normale Steuerhöhe um ein

    Staatswesen ordentlich zu führen liegt zwischen 10 – 15 %

    Einkommenssteuer. (EK-St.)

     

    Die Russische Föderation hat 13 % EK-Steuer. Deutschland hatte vor

    1945 12 % EK-Steuer. Umsatzsteuer bis 1967 = 4 %. Arbeitnehmer

    haben damals keine Steuer bezahlt. Damit wurde damals auch noch 

    ein Krieg finanziert !

     

    Wollen wir diese Kriege ?   Wollen wir diese Kriege finanzieren ?

     

    Wer das nicht will muß um ein souveränes Deutschland kämpfen !

    Wie wird Deutschland wieder souverän ?

     

    Das geht nur durch einen Friedensvertrag für den WK I und die

    Fortsetzung den WK II den der deutsche Souverän fordert.

    Dann können wir wieder an den souveränen Staat vor 1914 

    anschließen und die Finanzierung von Kriegen könnte –

    wenn die Mehrheit es will – eingestellt werden.

     

    Steht auf für den Weltfrieden !!

     

    https://www.youtube.com/watch?v=-nmYkp40Ous

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.