Verarztung des angeschossenen kanadischen Soldaten. Bild: Youtube
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Tödliche Schüsse auf einen Wachsoldaten beim Weltkriegsdenkmal, Schüsse in einem Einkaufszentrum und scheinbar versteckte Attentäter im kanadischen Parlament – Ottawa, die kanadische Hauptstadt, befindet sich derzeit im Ausnahmezustand. Erst vor 2 Tagen fuhr ein Islamist zwei kanadische Soldaten mit dem Auto an, wobei einer der beiden tödlich verletzt wurde.

Von Marco Maier

Der Soldat, der beim Weltkriegsdenkmal in Ottawa Wache hielt, erlag rund drei Stunden nach dem Angriff, der kurz vor 10 Uhr Ortszeit erfolgte, seinen Schussverletzungen. Ein Sicherheitsmitarbeiter des Parlaments der ebenfalls angeschossen wurde, befindet sich noch in ärztlicher Behandlung. Die Polizei durchkämmt derzeit das ganze Areal um das Parlamentsgebäude und durchsucht die Räumlichkeiten nach weiteren Attentätern. Mindestens einer soll noch flüchtig sein.

Im Eingangsbereich des Parlaments kam es zu heftigen Schießereien. Dort starb auch einer der mutmaßlichen Terroristen. Die kanadischen Sicherheitskräfte gehen von bis zu drei Attentätern aus. Ob die heutigen Angriffe mit jenem vor drei Tagen in Zusammenhang stehen, ist bislang nicht bekannt. Am Montag versuchte ein Islamist zwei kanadische Soldaten zu überfahren. Einer von beiden starb durch die schweren Verletzungen.

Kanada beteiligt sich intensiv bei den internationalen Einsätzen unter US-Kommando, wodurch das Land verstärkt in den Fokus radikalislamischer Gruppen geriet. Premierminister Steven Harper, der sich zum Zeitpunkt des Anschlags ebenfalls im Parlament befand, wurde zwischenzeitlich in Sicherheit gebracht. Er bekräftigte danach das US-amerikanisch-kanadische Bündnis, welches wohl auch die Ursache für die Anschläge ist. Washington sagte Ottawa jegliche nötige Unterstützung zu.

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