Die italienische Bank "Unicredit Banca". Bild: Flickr / blu-news.org CC-BY-SA 2.0

Italiens Banken kämpfen mit einem massiven Anstieg der faulen Kredite. Infolge der schon länger anhaltenden Rezession im drittgrößten Eurozonen-Land können immer weniger Menschen und Firmen ihre ausstehenden Kredite bedienen. Damit gerät die italienische Bankenlandschaft langsam unter Druck.

Von Marco Maier

Während die Europäische Zentralbank (EZB) versucht, das Kreditvolumen in der Eurozone massiv auszuweiten, kämpfen die italienischen Banken mit einem Rekordsumme bei den faulen Krediten. Wie die italienische Zentralbank mitteilte, stieg das Volumen der Problemkredite im August auf 173,9 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Plus von rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und einem Allzeit-Hoch.

Die Rezession führt dazu, dass immer mehr Kreditnehmer nicht mehr in der Lage sind, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Doch eine Besserung ist noch lange nicht in Sicht. Man muss sogar davon ausgehen, dass sich die Situation für die italienischen Banken noch weiter verschlimmert. Allerdings wirft dies auch die Frage auf, welchen Sinn eine Ausweitung des Kreditvolumens hat, was ja das Ziel der EZB-Politik ist. Immerhin birgt dies die Gefahr von noch mehr Kreditausfällen, zumal selbst die Stärkung der Investitionen auf Kreditbasis nicht zwangsläufig zu einer Konjunkturerholung führt

Weiters muss man bedenken, dass die Summe der faulen Kredite insgesamt etwa 11 Prozent der italienischen Wirtschaftsleistung ausmacht. Man kann sich vorstellen, welche Auswirkungen ein sich daraus ergebender Kollaps infolge einer Kettenreaktion haben könnte, wenn diese Schuldgeldblase erst einmal beginnt zu platzen.

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1 KOMMENTAR

  1. Macht doch nichts, die faulen Kredite werden verbrieft und dann kauft Draghi sie Italien ab; vielleicht zum doppelten Preis.

    Dann hat Italien wieder etwas Luft und die Verschuldusspirale geht munter weiter.

    Viele Grüße

    H. J. Weber

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