Chinas Staatsführung. Bild: Kreml

Der Wirtschaftskrieg des Westens gegen Russland stößt in China auf Ablehnung. Der chinesische Vizepremier Wang Yang kritisierte in Sotschi die Sanktionen gegen Russland und die Unterstützung der Protestaktionen in Hongkong durch den Westen. Russland und China wollen nun die Zusammenarbeit weiter intensivieren.

Von Marco Maier

Die Politik der USA, der EU und deren Verbündeter gegen Russland und China führt dazu, dass die beiden Länder ihre politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit deutlich ausbauen. Da China zu viele Trümpfe in Händen hält, konzentrieren sich die wirtschaftlichen Sanktionen vor allem auf Russland, während man via Hongkong die Volksrepublik insbesondere auf politischer Ebene zu schwächen versucht. In Sotschi zeigten nun Regierungsvertreter Russlands und Chinas Einigkeit.

So betonte der chinesische Vizepremier Wang Yang nach Angaben von RIA Nowosti auf der 18. Sitzung der russisch-chinesischen Kommission, dass die Zusammenarbeit beider Länder gefestigt werden soll. „Der Westen unterstützt jetzt auch die Opposition in Hongkong, die auf die sogenannte bunte Revolution in China abzielt. Unter diesen komplizierten Bedingungen sollten sich die beiden Seiten auf ihre strategische gegenseitig vorteilhafte Zusammenarbeit konzentrieren und somit westlichen Ländern eine Antwort geben“, so Wang.

Russlands Vizeregierungschef Dmitri Rogosin betonte vor allem den wachsenden wirtschaftlichen Austausch beider Staaten. So sei der Warenumsatz im binationalen Handel um ganze 4,6 Prozent gewachsen. „Um aber den angepeilten Warenumsatz von 100 Milliarden US-Dollar im Jahr zu erreichen, sollte das jährliche Wachstum bei mindestens 7,7 Prozent liegen“, sagte Rogosin. Dies könnte infolge der sturen Haltung des Westens jedoch durchaus bald erreicht werden. Dadurch werden die westlichen Industriestaaten, die derzeit ohnehin schon unter einem schwachen Wirtschaftswachstum leiden, ebenfalls die Folgen zu spüren bekommen.

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