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Eine US-amerikanische F16. Bild: Flickr / mashleymorgan CC BY-SA 2.0
Eine US-amerikanische F16. Bild: Flickr / mashleymorgan CC BY-SA 2.0

Amerikas Scheinkampf gegen den Islamischen Staat

Offiziell wollen die USA und deren Verbündeten mit den Luftangriffen in Syrien die Milizen des Islamischen Staates (IS) bekämpfen. Indizien belegen jedoch, dass es sich in Wirklichkeit eher um die Zerstörung der syrischen Infrastruktur zur Schwächung der missliebigen syrischen Regierung handelt. Bekämpft man die IS-Milizen nur zum Schein, oder handelt es sich hierbei um den Versuch, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen?

Von Marco Maier

Schon die Meldung über den ersten gemeinsamen Luftangriff von Kampfjets der US-Luftwaffe und diversen arabischen Verbündeten auf Stellungen des Islamischen Staates und der al-Nusra Front ließen vermuten, dass diese eigentlich gar nicht das wirkliche Ziel der Angriffe waren. Wie sonst ist es zu erklären, dass trotz der über 50 bombardierten Ziele gerade einmal rund 20 Islamisten getötet worden sein sollen?

Hinzu kommt, dass bei den Luftschlägen scheinbar auch gezielt zivile Objekte unter Beschuss genommen wurden. Nun zerstörten die alliierten Bomber auch noch Erdölraffinerien in Syrien, die von zivilen Betreibern geführt wurden. Die verlautbarte Meldung, wonach es sich hierbei um Raffinerien des Islamischen Staates handeln würde, stellte sich als Propagandaente heraus. Vielleicht wollen die US-Konzerne damit ja mehr Potential für einen späteren "Wiederaufbau" herausholen.

Dr. Alan Sabrosky, Professor an der University of Michigan, Veteran des US-Marine Corps, Absolvent am US Army War College und Kolumnist beim Online-Magazin Veterans News Now, sagte im Telefoninterview mit Press TV, dass die USA gezielt Syriens Infrastruktur bombardieren, statt Ziele der militanten Gruppen. “Wie ich das sehe, hat die Auswahl der Ziele in vielen Fällen überhaupt keinen militärischen Wert bei der Bekämpfung von ISIS oder jeder anderen Rebellengruppe, sondern zerstört tatsächlich nur die Infrastruktur”, so Sabrosky. Beispielsweise sei die Conoco Ölraffinerie beschossen worden, oder auch ein Getreideheber. “Washington will der wirtschaftlichen und industriellen Infrastruktur Syriens so großen Schaden zufügen, dass die syrische Regierung nach den Kämpfen so geschwächt ist, dass sie für weitere Angriffe anfällig wird.”

Interessant ist hierbei auch die Analyse zur Entstehung des "Islamischen Staates" von Richard Skaff bei Kopp-Online. So schreibt er: "Die Logik führt zu folgender Schlussfolgerung: Ein Ableger eines Gemisch aus Al-Qaida, CIA und westlichen Geheimdiensten ist doch ein Apfel, der nicht weit vom Stamm fällt. Insofern kann man guten Gewissens davon ausgehen, dass ISIS ebenfalls zum westlichen Sicherheitsapparat gehört. Das Kalifats-Konzept wurde von den Geheimdiensten und von Donald Rumsfeld entwickelt und vorangetrieben. Bei vielen Gelegenheiten haben sie über die Ziele von Al-Qaida und Osama Bin Laden gesprochen, das Kalifat im Nahen Osten und darüber hinaus neu zu errichten."

Fügt man die ganzen Puzzleteile zusammen, ergibt sich daraus ein schauriges Bild der politischen Realität. Jene Länder, die sich der "Koalition gegen den Terror" angeschlossen haben, tun dies entweder im vollen Wissen um die Hintergründe, oder spielen hierbei lediglich die nützlichen Idioten für den Geist, den CIA, Mossad & Co aus der Flasche ließen.

2 comments

  1. Ich denke es spitzt sich weltweit zu. Soviele Verbrechen, kumuliert seit 50 Jahren, welche die US Administation verübt hat, warten auf Genugtuung. Nicht Vergeltung, denn das bedeutet nur weitere Opfer. Aber es müssen die teuflischen Urheber all dieser Vorkommnisse aus dem Verkehr gezogen werden. Es sollten die Psychopathen wissen oder ahnen, dass man das Spiel, so es denn eines ist, nicht ewig weitertreiben kann. Es lässt sich mit dem Endjahren des Unterganges des Römischen Reiches vergleichen.

  2. @pedro

     

    Das Problem ist nur: Wer macht es ?

    Mit Kommentaren ist es nicht getan!

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