Eine palästinensische Familie auf den Trümmern ihres zerstörten Hauses. Bild: Flickr / phrisrael CC-BY 2.0

Die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ wirft Israel vor, während des Gaza-Krieges mehrere Kriegsverbrechen begangen zu haben. Nach Angaben der Organisation seien einige Angriffe völlig willkürlich erfolgt. Der israelische Generalmilitärstaatsanwalt Danny Efroni lässt indessen wegen mehrerer Einsätze der Armee im Gazastreifen Ermittlungen durchführen. 

Von Marco Maier

Human Rights Watch hat Israel vorgeworfen, im Krieg gegen die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen Kriegsverbrechen begangen zu haben. Zu diesem Urteil sei sie nach Untersuchung eines israelischen Angriffs auf drei UNO-Schulgebäude gekommen, in denen vertriebene Palästinenser untergebracht waren, teilte die Organisation heute früh mit. Es habe, so die Organisation, offensichtlich keine militärischen Ziele in dieser Gegend gegeben. Einige der Angriffe, bei denen 14 Zivilisten ums Leben kamen, seien „willkürlich“ erfolgt, erklärte Human Rights Watch.

Laut der israelischen Zeitung „Haaretz“ untersucht nun die Militärstaatsanwaltschaft unter Leitung von Danny Efroni einige der publik gewordenen Vorfälle. Darunter der Beschuss eines Strandabschnitts, bei dem vier palästinensische Kinder starben, der Angriff auf das UNO-Schulgebäude, und die Verwendung eines Palästinensers als „lebendiges Schutzschild“ durch israelische Soldaten. In insgesamt fünf Fällen sollen nun strafrechtliche Ermittlungen aufgenommen werden. Ob die dafür verantwortlichen Offiziere jedoch dafür zur Rechenschaft gezogen werden, steht auf einem anderen Blatt Papier.

 

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