Ankunft der Leichen von Flug MH17 am Flughafen Eindhoven. Bild: Niederländisches Verteidigungsministerium

Die Fragen bezüglich der Urheberschaft des Abschusses von Flug MH17 über der Ostukraine werden nicht weniger. Die Hinweise darauf, dass das Flugzeug von einer Luft-Luft-Rakete abgeschossen wurde verdichten sich. Wurde diese grausame Tat von den ukrainischen Militärs geplant, um die Volksmilizen und deren Unterstützer weltweit zu diskreditieren?

Von Marco Maier

Dass das erste Opfer eines jeden Krieges die Wahrheit ist, dürfte allseits bekannt sein. Im Konflikt in der Ostukraine ist es nicht anders. Doch während man uns im Westen die Geschichten der ukrainischen Interimsregierung als Wahrheit verkauft und Russland bezichtigt, umfangreiche Propaganda zu betreiben, bröckelt das ganze Konstrukt zusehends weg. Ein Beispiel dafür ist der Abschuss von Flug MH17.

So werden der Öffentlichkeit nach wie vor die gewonnenen Daten aus den Stimmenrekordern vorenthalten, obwohl diese längst ausgewertet und auch schon der malaysischen Regierung übergeben wurden. Nach Angaben des malaysischen Transportministers, Datuk Seri Liow Tiong Lai, haben inzwischen alle Länder die bei dem Abschuss der Maschine Opfer beklagten diese Daten erhalten. Dennoch wollen die Niederlande die Daten erst Anfang September veröffentlichen. Warum?

Die malaysische Zeitung "New Strait Times" stellt inzwischen schon Fragen, die man im deutschen Blätterwald vergeblich sucht. Den Recherchen nach ist es nämlich sehr wahrscheinlich, dass das Flugzeug von einer Rakete eines Militärflugzeugs abgeschossen wurde. So zeigen die Triebwerke der Passagiermaschine ein Ausmaß der Zerstörung, welches normalerweise durch eine Luft-Luft-Rakete mit Wärmesensor verursacht wird. Doch im ukrainischen Luftraum operiert nur die ukrainische Luftwaffe mit Militärflugzeugen.

Anstatt die Untersuchungen abzuwarten und nach der Sichtung der forensischen Beweise die genaue Absturzursache zu ermitteln, wurden die Schuldigen für diese grauenhafte Tat gleich präsentiert. Für die westlichen Medien und Politiker war klar, dass nur "die Seperatisten" und somit gleich auch Russland dafür verantwortlich sein können. Diese Vorverurteilung entspricht allerdings nicht unserem westlichen Rechtsverständnis, wonach der Ankläger die Schuld zu beweisen hat, nicht der Angeklagte seine Unschuld.

Man könnte meinen, die ganze Verzögerungstaktik rund um die Aufklärung der Ursache des Absturzes von Flug MH17 wäre rein politisch motiviert. Doch will man in Brüssel und Washington wirklich eine Partnerschaft mit einer Regierung, die Pogrome wie in Odessa und Massenmorde im eigenen Land toleriert? Eine Regierung, die nicht vor dem Abschuss eines zivilen Passierflugzeugs zurückschreckt, nur um damit die innenpolitischen Gegner und Russland international zu diskreditieren?

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3 KOMMENTARE

  1. Es wird momentan gerne spekuliert, dass ein ukrainischer Jabo die Passagiermaschine mit einer Luft-Luft-Rakete getroffen und den abstürzenden Flieger noch mit Bordkanonen beharkt habe – daher einige merkwürdig rund aussehende Löcher in einem Wrackteil.

    Das ist aber technisch unmöglich. Im Moment des Auftreffens einer Luft-Luft-Rakete (oder durch die Splitterwirkung einer in 10 Meter Abstand explodierenden BUK-Rakete) würde durch den plötzlichen Katastrophalen Druckabfall eine Passagiermaschine im wahrsten Sinne des Wortes zerfetzt werden in hunderte von Einzelteilen. So und nicht anders erklärt sich auch das mehr als 25 Quadratkilometer (!) große Trümmerfeld. Eine durch die Wirkung einer Rakete zerfetzte Maschine muss nicht noch mit Bordkanonen beharkt werden, da es nichts mehr zu beharken gibt. Abstürzende Wrackteile oder Turbinen, Fahrgestell, Sitze müssen nicht mehr mit Bordkanonen beschossen werden. Auch das Cockpit wurde nicht mit Bordkanonen beschossen, denn die Leichen der Piloten weisen keine Schusswunden auf, einer der Piloten wurde, zwar tot, aber sogar noch in seinem Sitz angeschnallt gefunden.

    Woher die Einschusslöchern ähnelnden Löcher in einem Wrackteil stammen, ist bisher ungeklärt, ich denke aber, das wird erklärt werden können. 

  2. @ A. Sickmann

    Mit Verlaub, das ist absolut falsch. Zwar wirkt sich ein Druckabfall u.U. durchaus katastrophal aus (nämlich auf die Menschen), aber ganz bestimmt nicht auf das Material des Flugzeuges. Ich empfehle zur ersten Orientierung die Wikipedia:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Druckabfall_im_Flugzeug

    Auch eine "Explosive Dekompression in weniger als einer halben Sekunde" als dramatischste Form des Druckabfalls bedeutet lediglich, dass sich der Kabineninnendruck schlagartig an den Außendruck angleicht. Die zuvor bestehende Belastung der Flugzeughaut (Innendruck höher als Außendruck) wird also in Sekundenbruchteilen reduziert und dem Außendruck angeglichen – warum sollte da bitte schön die Maschine durch Druckabfall zerfetzt werden?

    Allerdings sinkt die Temperatur schlagartig auf minus 60 Grad, die Menschen erleiden schwere Barotraumen und werden durch den Sauerstoffverlust nahezu sofort bewusstlos.

    Die Maschine hingegen fühlt sich pudelwohl (sehen wir mal vom Kondenswasser ab). Jegliche Belastung entfällt, die Flugzeughülle muss nicht mehr dem relativ hohen Innendruck standhalten und hat ideale Druckverhältnisse (Außendruck = Innendruck).

    Zu einem Zerreißen der Maschine kommt es erst, wenn die Maschine unkontrolliert in den Sinkflug gerät und durch den Sturzflug zu starke Kräfte auf die Haut wirken.

    Da nach einem Raketentrefffer (sofern die Maschine dadurch nicht auseinanderbricht) noch einige Sekunden vergehen, bis es zum unkontrollierten Sturzflug kommt, so ist ausreichend Zeit, die Maschine noch mittels MG zu beharken.

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