In einem Gespräch mit dem TV-Sender "Kanal 1" plädiert Russlands Präsident, Wladimir Putin, für ehrliche Friedensgespräche in der Ukraine. Dabei, so Putin, müsse man auch auf die "politische Organisation der Gesellschaft und des Staates im Südosten der Ukraine" eingehen. Noworossija erfährt dadurch eine indirekte Anerkennung durch den russischen Präsidenten.

Von Marco Maier

Wladimir Putin rief im Gespräch mit dem TV-Sender Kiew dazu auf, substantielle Gespräche mit den Seperatisten im Osten der Ukraine aufzunehmen. Zu erwarten, dass die Rebellen tatenlos zusehen würden, wie die ukrainische Armee ihre Häuser dem Erdboden gleichmachten, wäre illusorisch. Er forderte Kiew dazu auf, sich nicht weiter auf "technische Diskussionen" zu beschränken.

Weiters betonte Putin, dass die Lösung der Krise weitestgehend in den Händen Kiews läge und es unmöglich sei zu sagen, wie lange die Kampfhandlungen noch andauern würden. Einen Grund dafür sieht er in den bevorstehenden Parlamentswahlen, so dass alle Teilnehmer am Wahlkampf zeigen wollten, "wie cool sie sind". So sagte er: "Jeder will zeigen, dass sie starke Männer und Frauen sind, und geschärft durch den politischen Kampf ist es nicht zu erwarten, dass jemand eine friedliche und nicht eine militärische Lösung sucht."

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