Polnische NATO-Soldaten. Bild: Flickr / wlodi CC BY-SA 2.0

Die osteuropäischen NATO-Staaten wollen augenscheinlich einen Krieg mit Russland provozieren. Insbesondere die baltischen Staaten, Polen und die USA plädieren für eine direkte Konfrontation mit Moskau. Es scheint, als ob die Weichen auf Krieg gestellt werden sollen.

Von Marco Maier

Der NATO-Raketenschirm, der angeblich zur Abwehr von Raketen aus dem Iran und anderen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens dienen soll, könnte künftig auch auf Russland ausgerichtet werden. Deutschland sträubt sich noch gegen diese Pläne, könnte jedoch auf Druck der USA einknicken. An einer Deeskalation der angespannten Lage scheint man in Warschau, Vilnius, Riga und Tallinn nicht interessiert zu sein.

Trotz des Wunsches der osteuropäischen Regierungen, möglichst größere Kontingente an verbündeten NATO-Truppen dauerhaft in den jeweiligen Ländern zu stationieren, dürfte dieser Schritt nicht vollzogen werden. Angesichts der NATO-Russland-Akte von 1997, in der das westliche Militärbündnis gegenüber Russland zusicherte, dass mit der NATO-Osterweiterung keine "substantiellen Truppenteile" aus dem Westen in den neuen Mitgliedstaaten stationiert werden, gab es in Westeuropa zu große Widerstände.

Insbesondere die baltischen Staaten, in denen viele ethnische Russen leben, hegen die Befürchtung einer russischen Intervention analog jener in der Ukraine. Dabei hat die russische Minderheit in diesen Ländern – ganz im Gegensatz zu jener in der Ukraine – keinerlei Gefahr vor der Verfolgung durch die Regierung zu befürchten. Doch Irrationalität bestimmt das politische Handeln der Politik.

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Beinahe könnte man denken, dass mit Drohkulissen, Sanktionen und Beschuldigungen ein Krieg geradezu heraufbeschwört werden soll. Umso wichtiger ist es, den Druck auf die Regierenden zu erhöhen. Wir dürfen uns nicht in einen Krieg hineintreiben lassen, nur weil die "Eliten" neue geopolitische und weltwirtschaftliche Fakten schaffen wollen. Krieg ist keine Lösung.

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2 KOMMENTARE

  1. "Insbesondere die baltischen Staaten, in denen viele ethnische Russen leben, hegen die Befürchtung einer russischen Intervention analog jener in der Ukraine. Dabei hat die russische Minderheit in diesen Ländern – ganz im Gegensatz zu jener in der Ukraine – keinerlei Gefahr vor der Verfolgung durch die Regierung zu befürchten. "
     – Wenn das wahr ist, was sie fürchten?

  2. Eher scheint man sich unter dem Mantel der "Bedrohung" einen wirdschaftlichen Aufschwung durch die Nato zu versprechen. Denn wer destabilisiert andere Länder, um sie gerne auch mit Gewalt ins Chaos zu stürzen?  Und die behauptete russische Intervention in der Ukraine hat trotz moderner (Spionage)Technik bisher noch niemand bewiesen. Wenn die Russen den Donbass nicht humanitär unterstützen würden, hätte Poroschenko die Menschen dort längst locker verhungern lassen.

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