Österreich: Regierung unbeliebt – SPÖ in Umfragen auf Platz 1

Die jüngsten Umfragen in Österreich zeigen hinsichtlich dem Verhältnis zur Bundespolitik ein gespaltenes Bild: Drei Viertel sind mit der Arbeit der Regierung unzufrieden, dennoch kann sich die Kanzlerpartei SPÖ wieder auf den ersten Platz vorkämpfen. Die FPÖ rangiert nach langer Umfrageführerschaft nun auf Platz Zwei.

Von Marco Maier

Geht es nach den 400 Befragten jener Umfrage die von Gallup im Auftrag der Tageszeitung "Österreich" durchgeführt wurde, wäre die rot-schwarze Koalition wohl nicht mehr im Amt. Ganze 77 Prozent davon sind nämlich mit der Arbeit der Bundesregierung unzufrieden. Lediglich 19 Prozent sind mit ihr zufrieden. Insbesondere die Steuerdebatte scheint sich angesichts der Rekord-Steuerbelastung und des desolaten Staatshaushalts hier voll durchzuschlagen.

In der jüngsten IMAS-Umfrage zur aktuellen Parteienpräferenz geben die 1.000 Befragten hingegen der SPÖ von Bundeskanzler Faymann nun den Spitzenplatz. Mit 25-27 Prozent liegen die Sozialdemokraten nun knapp vor den Freiheitlichen, die 23-25 Prozent für sich gewinnen können. Mit 21-23 Prozent schafft es die konservative ÖVP von Vizekanzler und Finanzminister Spindelegger jedoch gerade einmal auf den dritten Platz in der Wählergunst.

Stabil auf dem vierten Platz halten sich mit 13-15 Prozent die Grünen, die sich damit zumindest in der Umfrage einen respektablen Abstand zu den Neos sicher können. Die pinke Truppe rund um den Frontmann Strolz schafft nach den früheren Höhenflügen nur noch einen Anteil von 7-9 Prozent. Völlig vom Tisch ist das Team Stronach, welches keine Chancen auf Wahlerfolge mehr haben dürfte.

Insgesamt liegen die beiden Regierungsparteien SPÖ und ÖVP damit unter der Marke von 50 Prozent, wobei der Wechsel an der Spitze zugunsten der Sozialdemokraten wohl auch auf den Tod der Nationalratspräsidentin Barbara Prammer zurückzuführen sein dürfte.

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