Mediale Kriegshetze: Angeblich russische Truppen in ukrainischer Grenzstadt

Immer wenn man denkt, schlimmer geht es nicht mehr, kommt die NATO-Medientruppe daher. So berufen sich die Medien in Deutschland und Österreich auf Meldungen aus Kiew, wonach russische Truppen angeblich die ukrainische Grenzstadt Nowoasowsk, eine Kleinstadt in der Nähe von Mariupol, erobert hätten. Moskau dementiert.

Von Marco Maier

Dass man den Meldungen aus Kiew oftmals nicht wirklich trauen kann, zumal eine Unmenge an Kriegspropaganda publiziert wird, interessiert die hiesigen Redaktionsstuben nur wenig. So titelt der Nachrichtensender "N-TV" auf seiner Website gleich Marschiert Russland in Richtung Krim? – "Russische Truppen haben ukrainische Stadt erobert". Die österreichische Tageszeitung "Die Presse" relativiert dies mit dem Titel Separatisten erobern mit angeblicher Hilfe russischer Truppen Grenzstadt, wobei die ursprüngliche Überschrift (siehe Linkadresse) noch Russische Soldaten übernehmen Kontrolle über ostukrainische Grenzstadt lautete.

Jedem der mitdenkt sollte eigentlich bewusst sein, dass sich Moskau unter keinen Umständen dazu hinreißen lassen wird, die russische Armee in der Ukraine einzusetzen. Nur weil die ukrainischen Regierungstruppen offenbar eine Schlacht gegen die Seperatisten Noworossijas verloren haben, beschuldigt man in Kiew gleich Russland der Mitwirkung an diesem Erfolg. Und die Medienlandschaft hierzulande verbreitet die Kiewer Propaganda ohne nachzufragen, weil die Meldung dem transatlantischen Netzwerk in den Kram passt.

"Die Befreiung der Stadt Mariupol ist eine Sache von Tagen", kündigte ein Separatistensprecher an. Die Armee bereitet sich hingegen offenbar auf eine Offensive vor. "Wir formieren zwei Verteidigungslinien und graben uns ein", sagte ein Militärsprecher in Kiew. Insgesamt befänden sich nach Angaben der Seperatisten rund 3.000 Freiwillige aus anderen Ländern in den eigenen Reihen.

Indessen demonstrieren nach Angaben der ukrainischen TSN rund 2.000 Menschen von dem ukrainischen Kriegsministerium in Kiew gegen die sogenannte "Antiterror-Operation". Darunter sind viele Mütter von zwangsrekrutierten Soldaten. Die Rufe zur Erstürmung des Ministeriums werden dabei immer lauter. Doch davon berichten unsere Massenmedien nicht.

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