In einer Erklärung verkündeten Verteidigungsministerin von der Leyen und Außenminister Steinmeier, dass die Bundesrepublik den Irak mit Waffen versorgen wird. Grund dafür ist der Kampf der Regierungstruppen und der Kurden gegen die islamistische Organisation "Islamischer Staat" (IS).

Von Marco Maier

Ungeachtet der eigentlich geltenden Doktrin, wonach Deutschland keine Waffen in Kriegs- und Krisengebiete liefern darf, will die deutsche Bundesregierung nun die irakischen Kräfte für den Kampf gegen die Djihadisten des Islamischen Staates nicht nur mit militärischer Ausrüstung wie Fahrzeuge und Sicherheitswesten ausrüsten, sondern auch mit Waffen.

Indessen zeigen Funde nach erfolgreichen Aktionen gegen die islamistischen Terrormilizen, dass diese auch Waffen aus US-amerikanischen Beständen besitzen. Diese gerieten in Folge der Ausrüstung von Anti-Assad-Gruppen in Syrien wohl über den Umweg der al-Nusra Front in die Hände der ISIS bzw. IS. Vertreter der al-Kaida äußerten, dass die CIA am Aufbau der islamistischen Gruppe IS beteiligt gewesen sei und diese auch direkt mit Waffen für den Kampf gegen Assad versorgt hätte.

Für die Bundesregierung scheint dieser Umstand keine Rolle zu spielen. Während der NATO-Verbündete USA Kriegsgerät nach Syrien verschifft um Assad zu stürzen, wandern diese Waffen auch in den Irak, zumal die IS inzwischen ein zusammenhängendes Gebiet auf dem Territorium Syriens und des Iraks kontrolliert. Nun sollen diese hochgerüsteten Milizen mit Hilfe deutscher Waffen bekämpft werden.

Wie auch schon in Afghanistan müssen die US-Freunde nun die Fehler der US-Militäraktionen mit ausbaden. Deutschland inklusive. Jene irakischen Soldaten die jetzt gegen die IS-Milizen kämpfen bekommen nun die selben Waffen wie ihre Kontrahenten und befeuern damit das Waffengeschäft im Westen. Übrig bleibt wieder eine instabile und hochgerüstete Region, in der zukünftige Konflikte mit Waffengewalt gelöst werden. Und Deutschland als hilfswilliger Lakai macht sich dabei mit schuldig.

Loading...

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.