Grenzübertritt: Ukraine wertet russische Hilfslieferung als Invasion

Eigentlich jedes Land der Welt welches unter einer humanitären Katastrophe leidet, wäre froh um die Lieferung von Hilfsgütern für die notleidende Bevölkerung. Eine Ausnahme stellt die Ukraine dar, die nicht nur die Hilfslieferung aus Russland mit Schikanen belegt, sondern nun auch noch den Grenzübertritt von 450 Lastwagen mit dringend benötigten Gütern als Invasion bezeichnet.

Von Marco Maier

Seit Tagen muss der Konvoi mit humanitären Hilfsgütern aus Russland an der Grenze warten, weil die ukrainischen Behörden aus politischen Gründen immer wieder neue Gründe suchen um den Helfern das Leben schwer zu machen. Nun reichte es den Helfern offenbar, sodass 145 der 280 Lastwagen auf Anweisung Moskaus unter dem Schutz der Volksmiliz nun in die vom Bürgerkrieg schwer gezeichnete Region fuhren. Ziel des Konvois ist die rund 200.000 Einwohner zählende Stadt Lugansk.

Die rechtsgerichtete ukrainische Interimsregierung verurteilte diesen Schritt als "Invasion", erklärte jedoch den Hilfskonvoi nicht beschießen zu wollen. Ob sich die von den Oligarchen finanzierten Privatarmeen – wie das "Bataillon Asow" – ebenfalls daran halten, kann jedoch niemand sagen. Umso mutiger ist es von den Fahrern, dass sie den Menschen von Lugansk unter dem Einsatz ihres eigenen Lebens die dringend benötigten Güter liefern.

Moskau hatte ursprünglich eingewilligt, die Leitung des Hilfskonvois mit rund 2.000 Tonnen Lebensmitteln und weiteren Hilfsgütern dem Internationalen Roten Kreuz zu übergeben. Das IKRK wollte allerdings nicht ohne Sicherheitsgarantien der Ukraine losfahren. Die interimistische Führung in Kiew verweigerte diese Garantien jedoch mit Hinweis darauf, dass das Gebiet zwischen der Grenze und der Stadt Lugansk von Aufständischen kontrolliert werde. Die Volksmiliz teilte der Agentur Interfax mit, sie würden den Hilfskonvoi begleiten. Das russische Rote Kreuz erklärte sich bereit, den Konvoi anstelle des Internationalen Roten Kreuzes zu betreuen.

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3 Kommentare

  1. Die Ukraine hat  die dreissiger Jahre nicht vergessen.Damals kamen  + –  sechs millionen um.. Die Sowiets haben die Ernte  beschlagnamt, die Bauern verhungerten  zum Tote im Winter  

      1. Ist es  eine Art Wiedergutmahung der Russen   wegen der damaligen Zeit  (Wir  sind keine Boese Menschen)oder aktuelle  Hilfe fuer die Ukraine-Russen ?

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