Geldvernichtung: Hypo Alpe Adria mit Milliardenverlust

Tiefrot fällt die Halbjahresbilanz der verstaatlichten Bank Hypo Alpe Adria aus. Mit einem Verlust von 1,67 Milliarden Euro allein im ersten Halbjahr fällt das Minus deutlich größer aus als erwartet. Dafür bluten dürfen nun Dank des Sondergesetzes, welches Mitte August in Kraft trat, die Anleihegläubiger.

Von Marco Maier

Die Halbjahresbilanz der notverstaatlichten Hypo Alpe Adria hat selbst die schlimmsten Erwartungen der Analysten übertroffen. Heute wurde per Ende Juni 2014 ein Konzernverlust (nach internationaler Rechnungslegung IFRS) von 1,67 Mrd. Euro gemeldet. Schuld an diesem Riesenverlust – kurz vor der geplanten Zerschlagung der Krisenbank – waren Sonderbelastungen aus Rückstellungen über 1,44 Milliarden Euro, die "zur Vorbereitung der Herauslösung der italienischen Tochterbank sowie des Südosteuropanetzwerks aus dem Konzern gebildet werden mussten", so hieß es in der Mitteilung.

Die 1,6 Milliarden Euro des Kapitalschnitts durch das juristisch nach wie vor umstrittene Sondergesetz werden nun dafür herhalten müssen. Damit haften nun die Anleihegläubiger anstelle der Steuerzahler für die Milliardenverluste der in Auflösung befindlichen Krisenbank. In ihrer letzten Jahresbilanz vor der Zerschlagung hat die Hypo Alpe Adria für 2013 im Konzern 1,86 Milliarden Euro Verlust geschrieben, in der Bank-AG (Einzelabschluss) fielen jedoch insgesamt sogar 2,748 Milliarden Euro Verlust an. Für die Verluste des letzten Jahres musste die Republik, vulgo die Steuerzahler, aufkommen.

Spread the love

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...
Loading...

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.