Washington, so versichert US-Präsident Obama, plane nicht, eigenes Militär in die Ukraine zu schicken, um die „Krise“ beizulegen. „Allerdings“, so schränkt er ein, „werden wir unsere Präsenz in Europa zur Stärkung der Verbündeten weiter ausbauen.“ Washington werde weiterhin alles tun, um seine Verpflichtungen gegenüber den NATO-Partnern zu erfüllen, setzte er hinzu. Wobei man der Logik halber die Aussage umdrehen muss. Er werde alles tun, damit die Verbündeten ihre Verpflichtungen den USA gegenüber erfüllen.

Von Florian Stumfall

Obama muss keine GI in die Ukraine senden, denn es sind bereits genügend US-Söldner dort, die deren Aufgabe erfüllen. Die berüchtigte Organisation Blackwater, jetzt unter dem Namen Academi, hat längst ihre Untergruppierung Greystone in die Ukraine geschickt, und es spricht einiges dafür, dass es ohne sie gar nicht zum Erfolg des Maidan-Aufstandes gekommen wäre. Bereits vor einem Vierteljahr gab es amerikanische und britische Pressemitteilungen, wonach die Regierung in Kiew bis zu 1800 US-Söldner in der Ukraine einsetzen will. Damals waren es jedenfalls schon etwa 400 Blackwater-Leute, die in die Bresche sprangen, die desertierende ukrainische Armee-Angehörige gerißen hatten.

Allerdings wird es Obama und seiner Administration nicht leichtfallen, die Urheberschaft für den Söldner-Einsatz in der Ukraine zu leugnen. Erik Prince, der Gründer von Blackwater, räumt gegenüber dem TV-Sender ABC ein: „Wir stehen immer in engem Kontakt mit dem ( US- ) Außenministerium, der CIA und dem Pentagon.“ In seinem Buch „Zivilkämpfer. Die Geschichte von Blackwater und den unbesungenen Helden der Terrorbekämpfung“ schreibt er: „Wir mischen uns nicht freiwillig in Länder ein, die weit entfernt von den USA liegen. Man bittet uns immer, einen Job zu erledigen. Und wir erledigen ihn. Wir machen eine sehr ernsthafte Arbeit, von der niemand etwas wissen sollte.“

Und auch niemand wüsste, wenn nicht die eigene Eitelkeit die Geheimhaltung hintertriebe. Natürlich haben Journalisten Prince unter Druck gesetzt, seine Aussage genauer zu erklären. Frage: „In Ihrem Buch schreiben Sie, dass Ihre Beziehung zu Obama viel enger ist, als er jemals eingestehen würde. Was bedeutet das?“ – „Das bedeutet, dass es gewiße für ihn lebenswichtige US-Programme gibt, an denen wir beteiligt sind.“

Britische Zeitungen schreiben, dass sich die USA die Dienste von Blackwater derzeit acht Millionen Dollar pro Monat kosten lassen. Die Söldner bekommen als hochqualifizierte Fachleute für Töten bis zu 1500 Dollar pro Tag. Tarnung gehört zu ihrer Professionalität. Andrej Popow, Oberstleutnant eines russischen Geheimdienstes, sagt: „In der Ukraine sind sie nach den Vorschriften für lokale Sondereinheiten ausgerüstet. Sie haben AK-Sturmgewehre und Makarow-Pistolen. Sie tragen unsere Schutzwesten. Sie haben nur andere Kommunikationsgeräte für eine geschlossene Verbindung. Sie sind wie jedes Sondereinsatzkommando gut ausgebildet, doch haben sie überhaupt kein Einfühlungsvermögen und gehen brutal vor.“

2 KOMMENTARE

  1. „Krieg ist ein Produkt, was von denen verkauft wird, die die Einzelteile dafür herstellen.“
    Volksdichter
    Frank Poschau

     

    Mütterchen Russland

    So bunt, so unendlich weit,
    schwerer Boden, hohen Bergen,
    rauscht dein Sommerkleid,
    uns im Winter ernähren werden.

    Viele haben um dich geworben,
    nie hast du uns im Stich gelassen,
    manche Idee, mancher verdorben,
    Monarchen wollten dich verprassen.

    Gabst uns Kultur, festen Halt,
    ertrugen Pein, manches Leid,
    Sehnsucht nach Heimat nie alt,
    kommt immer eine neue Zeit.

    Aber du bleibst ungebrochen,
    aufrecht, deine Kinder dir treu,
    einmal russischen Boden gerochen,
    steht an deiner Seite ohne Scheu.

    Kein Teil von dir geben wir her,
    so wie wir Mutter und Vater ehren,
    trauert uns nichts so sehr,
    könnten wir nicht mit dir leben.

    Mein Mütterchen Russland 

    Volksdichter
    Frank Poschau
    17. Apr. 2014

     

     

     

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here