Foto: Wikimedia Commons

Im Norden des Irak, auf dem Gelände der Universität Mossul, haben Kämpfer von IS – „Islamischer Staat“, wie sich die ISIS jetzt nennt, ein Laboratorium eingenommen. Das Problem dabei ist, dass dort mit Uran gearbeitet wurde, das sich jetzt in den Händen der Islamisten befindet. Jedenfalls haben die irakischen Behörden, soweit es sie noch gibt, das den Vereinten Nationen mitgeteilt und diese aufgefordert, zu verhindern, dass IS das strahlende Material im Krieg anwendet.

Von Florian Stumfall

Der irakische UN-Botschafter Mohammed Ali Alhakim hat ein entsprechendes Schreiben an UN-Generalsekretär Ban Ki-moon gerichtet. Danach gelangten etwa 40 Kilogramm Uranverbindungen in die Hände der Extremisten. „Terroristische Gruppierungen entwendeten Atommaterialien, die außer Kontrolle der Behörden gerieten“, heißt es im Schreiben Alhakims. Der Diplomat weist auf zwei Gefahren hin: zum einen können die IS-Kämpfer zwar keine Atomwaffe bauen, doch für eine sogenannte „schmutzige Bombe“ reicht es allemal. Dabei wird strahlendes Material mit einem herkömmlichen Sprengsatz verbunden, der dann die Radioaktivität weitum verbreitet und die Umgebung kontaminiert. Zum anderen könnte es ein, dass IS das Uran ins Ausland und dort zu Adressaten bringt, die tatsächlich eine A-Bombe herstellen können. Allerdings ist nicht sicher, ob das Material angereichert ist, eine ominöse Quelle aus den USA hat das bestritten.

Kurz zuvor hatten Kämpfer von IS in der Provinz Mutanna ein C-Waffen-Lager eingenommen. Dabei handelte es sich um etwa 2500 chemische Raketentriebwerke sowie chemische Kampfstoffe. Botschafter Ali Alhakim der auch hierüber Ban Ki-moon unterrichtete, spricht von Zyankali, das bei der Herstellung von chemischen Kampfstoffen genutzt werde. 

Der Vorgang wirft Fragen auf. Die US führten den 2. Golfkrieg, wie die Welt weiß, unter dem Vorwand, der Irak verfüge über C-Waffen. Das hatte sich nach dem Krieg als Lüge herausgestellt. Gab es also damals keine C-Waffen, nach der jahrelangen Besetzung des Landes durch die USA aber schon, liegt auf der Hand, wer diese Waffen dort hingebracht, respektive hergestellt hat – nämlich die USA, die, wie es scheint, auch über verdächtige Detailkenntnisse über das Uran aus Mossul verfügen.

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2 KOMMENTARE

  1. Ein Grund für eine Falsflag.Das die so ungeniert da unten rum wüten dürfen wundert mich. Ist doch der Irak von der USA und seine Aliierten befreit und Demokratisiert worden und jetzt macht die ISIS da ungehindert was sie will und  zerstört das schöne Werk der USA. 😉

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