Foto: © Peter Heinz Trykar

Am Sonntag fand auch in Wien eine Großkundgebung gegen Israels Gaza-Offensive statt. Vorwiegend Muslime, welche hier in Österreich heimisch wurden, sich aber für den Frieden zwischen Israel und den Palästinensern einsetzen, marschierten friedlich durch die Stadt und machten so auf die sich ständig verschlechternde Situation im Gaza-Streifen aufmerksam.

Von Andre Eric Keller

Die Union Europäisch-Türkischer Demokraten rief zu der Kundgebung auf, der laut Polizei 11 000 Menschen folgten. Im Vorfeld wurde Kritik an der Union laut, lud diese doch vor wenigen Wochen den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan nach Wien ein, welcher wahlwerbend immer wieder gerne laute, harsche Worte an seine Auslandstürken richtet. Dieser Besuch wurde auch von der Politik nicht gerne gesehen, zumal es nicht einmal zu einem Termin mit Vertretern des offiziellen Österreichs kam.

Die Route verlief vom Christian Broda-Platz ausgehend über die Kaiserstraße, Burggasse und Ring zum Heldenplatz wo auch die Abschlusskundgebung stattfand. Die Demonstration verlief ohne größere Probleme, lediglich eine Person wurde vorübergehend festgenommen. Es geht also auch friedlich. Das ist der Beweis, dass die meisten Muslime gemässigt sind und nicht nur für den Cihad leben, Unruhe stiften und mordend wie die Barbaren durch die Gegend laufen. Vielleicht liegt es aber auch an der doch stattfindenden Integration, denn längst nicht alle Muslime leben in Parallelgesellschaften. So wie wir hier zusammenleben können, so sollte es eigentlich überall funktionieren.

Natürlich ist aber das Problem zwischen Israelis und den Palästinensern nicht erst heute entstanden, also wird diese unhaltbare Situation auch nicht morgen gelöst werden können. Man muss für beide Seiten Verständnis aufbringen, beide Seiten respektieren und es muss Zugeständnisse geben. Es muss einen Staat Palästina geben, denn solange es diesen nicht gibt, wird die radikale Hamas immer wieder zu den Waffen greifen und die Israelis werden mit noch mehr Waffen in Gaza einfallen. 

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Die Leidtragenden sind aber auf beiden Seiten, jene Menschen welche mit den Angriffen nichts zutun haben. Das sinnlose Töten muss ein Ende haben. Das Prinzip "Aug um Aug, Zahn um Zahn" sollte im 21.Jahrhundert eigentlich obsolet sein. Hier könnten vielleicht die Amerikaner endlich etwas Druck auf Israel ausüben. Anstatt die halbe Welt zu destabilisieren, wäre es sinnvoller hier zu vermitteln und auch mit Nachdruck auf eine Lösung zuzusteuern. 

Abschliessend: Konzentrieren wir uns auf die Dinge die uns einen, nicht auf die Dinge die uns trennen. Denn nur dann werden wir nicht zum Spielball der Politiker.

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