Blanker Zynismus, reine Kriegstreiberei und absolute Berechnung. Brüssel gibt Russland bis Montag Zeit, um den Ukraine-Konflikt zu entspannen. Ansonsten hat die Russische Föderation weitere, "bedeutende Sanktionen" seitens der EU zu erwarten.

Von Daniela Disterheft

Zur "Entspannung" der Lage soll Russland nun vier Punkte in Angriff nehmen, wobei diese Forderungen größtenteils unrealistisch und nicht erfüllbar sind. So soll Russland "substanzielle" Verhandlungen über den Friedensplan des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko beginnen. Fragt sich, worüber mit einem Präsidenten verhandelt werden soll, der Filtrationslager errichten lässt.

Weiters soll ein Mechanismus geschaffen werden, mit dessen Hilfe die Überwachung eines Waffenstillstandes seitens der OSZE gewährleistet werden kann. Ob es wohl wieder der russische Präsident sein wird, der OSZE Mitarbeiter freibekommen darf, falls ihnen etwas geschieht? Das beinhaltet auch die Überwachung der Grenzübergänge. Russland wird auf diese Art und Weise bewusst in die Rolle des Aggressors gedrängt, der sich in die inneren Angelegenheiten der Ukraine einmischt.

Auch diese Forderung läuft glasklar darauf hinaus Absprachen zu treffen, die mit Sicherheit gebrochen werden und so Russland zum Handeln zwingen. Wenn Russland handelt ist es der Aggressor, tut Russland nichts, lautet der Vorwurf, dass es den Bürgerkrieg in der Ukraine billigend in Kauf nimmt, um damit zu erreichen, dass die Menschen – wie auf der Krim geschehen – die Zugehörigkeit zu Russland herbeiwünschen.

Dann hätte Putin selbstverständlich auf "perfide Art und Weise" seine "Okkupationsgelüste befriedigt". Und die Welt würde besorgt fragen: „Wonach greift der böse Russe als Nächstes?“

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Weiters sollen drei von den "Separatisten" kontrollierte Grenzübergänge wieder unter die Kontrolle der ukrainischen Behörden gebracht, sowie alle OSZE-Geiseln freigelassen werden. Wie gesagt, das soll Putin erreichen, sonst trifft die "Strafe" der Europäischen Union die Russische Föderation. Abschließend ließen die EU Staats- und Regierungschefs verlauten, sie könnten jederzeit wieder zusammentreten, um bedeutsame reaktive Maßnahmen zu beschließen.

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3 thoughts on “Verkehrte Welt: Russland muss Ukraine-Konflikt bis Montag entschärfen”

  1. Doch! Bestimmt sogar. Und ich bin sicher, dass er diesen auch bald in ganzer Schönheit vorzeigen wird. Fragt sich nur: In welcher Form?

  2. Man ist bemüht dort einen Krieg zu provozieren, daher ist es völlig gleich was Russland tut ,oder auch nicht tut…. Ich vermute sogar, dass selbst die sogenannten Separatisten ein Teil des Planes sind, der seitens der EUSA gegen Russland geschmiedet wurde…..Naja, sind sicher alles bloß Spekulationen…..

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