Bild: kremlin.ru

Nicht nur außenpolitisch hat Russland in den letzten Jahren deutlich an Gewicht gewonnen, auch im Inneren zeigen sich deutliche Fortschritte bei der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung. Erlebte das Land unter Jelzin einen jähen Absturz, so verhalf die Regierung Wladimir Putins der russischen Wirtschaft zu neuer Stärke. Eine kleine Übersicht auf zwei Seiten über die letzten 14 Jahre, in denen Wladimir Putin die Entwicklung Russlands prägte.

Von Marco Maier

Wirtschaftswachstum RusslandDas gewaltige Land, welches sich von der Pazifikküste bis ins östliche Europa erstreckt, musste nach dem Zerfall der Sowjetunion große Zäsuren auf sich nehmen. Insbesondere während der Amtszeit Boris Jelzins vollzog sich eine wirtschaftliche 180-Grad-Wende vom Kommunismus zum Kapitalismus, der die russische Wirtschaft in die Hände der Oligarchen trieb und das Land beinahe in den Abgrund. Erst beinahe 10 Jahre nach dem Ende der UdSSR schien sich die wirtschaftliche Lage auf einem extrem niedrigem Niveau zu stabilisieren. Jelzin trat im richtigen Augenblick zurück, um mit Putin den richtigen Nachfolger an die Spitze der Nation zu setzen.

Arbeitslosenquote RusslandAls im Jahr 2000 Wladimir Putin das Präsidentenamt übernahm, "erbte" er ein ruiniertes Land, in dem sich eine kleine Minderheit an einflussreichen Oligarchen das Land aufgeteilt hatte. Korruption, Misswirtschaft und die Bereicherung weniger Eliten auf Kosten der Bevölkerung prägten das Land. Doch Putin griff hart durch und entmachtete zumindest die schlimmsten dieser Oligarchen. Wer ihm vorwirft, nicht die komplette Oligarchie "abgesägt" zu haben vergisst, dass man nicht einfach so dutzende einflussreiche Milliardäre verprellen kann, ohne eine Revolution zu riskieren. Ganz zu schweigen davon, dass nicht jeder dieser Unternehmer ein schlechter Mensch ist, nur weil sie sich als geschäftstüchtig erwiesen haben.

ErwerbsquoteVergleicht man die Jelzin-Ära mit jener Putins (siehe Grafiken, welche die Entwicklung Russlands mit jener der EU vergleichen), so zeigt sich deutlich, welche großen Fortschritte das Land trotz der Delle infolge der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 machte. Erfolgreich wirkte sich die neue russische Wirtschaftspolitik nicht nur auf das allgemeine Wirtschaftswachstum aus, sondern ebenso auf die Beschäftigungszahlen und Löhne. Wenngleich es – bedingt durch die unvorstellbare Größe des Landes – nach wie vor Regionen gibt, die einen großen Aufholbedarf haben, so zeigt sich in den Infrastruktur-Investitionsplänen der russischen Regierung, dass auch dies in Angriff genommen wird.

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4 KOMMENTARE

  1. "Ist es vielleicht genau das, was Putin so gefährlich für die hiesige Politkaste macht?"

    Putin ist ein Dorn im Auge aller Neocons, die wie kleine Kinder von einer neuen Weltordnung als Sandkasten träumen, wo sie nach belieben bauen und zerstören können. Es ist auch die von Russland und China angestrebte, multipolare Weltordnung, die den Unipolaristen in Washington zusetzt. Eine Weltordnung, die mehrere Gesellschaftssysteme in friedlicher Koexistenz zulässt.

    Ich weiß leider die Quelle nicht mehr, aber irgendwo habe ich eine Studie gelesen, dass Russland bis 2020 die größte Wirtschaftskraft Europas werden kann. Und die blinde Prophetin Baba Wanga sagt mal, dass Russland etwa um 2040 zur neuen Weltmacht aufsteigen wird.

    Wir werden sehen.

  2. Und heute kann man sehen, wie schwach die Russen sind. Wobei der Ami auch durch Bush ziemlich heruntergewirtschaftet wurde, Bald werden die noch Marionetten von China, wenn es so weiter geht. Da kann der  Ami noch so voft einmarschieren oder der Putin noch so oft ohne Hemd auf einem Bären durch die Ukraine marschieren. Wird nichts ändern.

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