Eigentlich erhoffte man sich nach den ukrainischen Präsidentenwahlen ein wenig Entspannung. Die Gewalt gegenüber den seperatistischen Regierungsgegnern im Südosten nahm danach jedoch erst so richtig Fahrt auf. Anscheinend wahllos finden Raketenangriffe auf bewohnte Gebiete statt, wobei auch sehr viele Zivilisten ums Leben kommen. Dafür wird sich zu einem späteren Zeitpunkt vor dem Strafgerichtshof in Den Haag jener Mann verantworten müssen, der erst seit ein paar Tagen das Amt des ukrainischen Präsidenten für sich beansprucht. 

Von Andre Eric Keller

Petro Poroschenko, der Schokoladenkönig wie ihn viele nennen, kennt sich noch besser mit Waffen aus. Von Februar bis September 2005 war er bereits Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine. Er ist auch Inhaber der Leninska Kuznya (siehe hier), einem Schiffsbau- und Rüstungsunternehmen. Dieses Unternehmen baut Kriegsschiffe und stellt den ersten automatischen Granatwerfer UAG – 40 her. Dieser lässt sich hervorragend leicht bedienen und eignet sich auch für das städtische Umfeld. Vielleicht findet dieses Kriegsgerät in Lugansk gerade jetzt Anwendung.

Als Tausendsassa und anpassungsfähiger Oligarch, der sowohl Unternehmertum als auch das Dasein als Politiker genießt, wechselt er die Fronten nach Belieben. So berichtete das Wall Street Journal: „Der Unternehmer ist einer der führenden politischen Überlebenden. Der Schokoladenmagnat hatte in den späten 1990er und frühen 2000er Jahren den damaligen Präsidenten Leonid Kutschma unterstützt, bevor er sich der Bewegung anschloss, die ihn zu Fall brachte. Dann war er Außenminister unter dem ehemaligen Präsidenten Viktor Juschtschenko, der auch Pate seiner Töchter ist. Später wurde er Handelsminister unter Janukowitsch, bevor er die Proteste anführte, die den Präsidenten im Februar zu Fall brachten. Obwohl Poroschenko zum Establishment gehört, verspricht sein Wahlkampfslogan ‚Auf neue Art leben‘ eine Abkehr von der Vergangenheit. Er will die Wirtschaft des Landes retten, indem er ein Handelsabkommen mit der EU eingeht und einen Kredit des Internationalen Währungsfonds aufnimmt.“

Leichen pflastern seinen Weg

Schon vor der Präsidentenwahl kündigte Poroschenko ein hartes Durchgreifen gegenüber den Separatisten an. Nun scheint es so als würde er den Plan umsetzen. Bei seinem Besuch in Deutschland Anfang Mai 2014 erklärte er hinsichtlich der Regierungsgegner im Südosten: “Diese Leute verstehen weder die deutsche noch die ukrainische, noch die russische Sprache, sie verstehen nur die Sprache der Stärke. Wir können die weitere Destabilisierung nicht zulassen, wir müssen die Menschen mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln schützen.“

Die ostukrainische Städte werden im Zuge der "Anti-Terror-Operation" der Armee, der Nationalgarde und Söldnertruppen von Einheiten der Volkswehr "gesäubert". Berichten zufolge gab es nahe Slawjansk und Krasny Liman schon mehr als 300 Tote und 500 Verletzte. Auch die Zivilbevölkerung geriet unter Beschuss. Überall Blut, Leichen und Verstümmelte, von denen aber im Westen niemand etwas gesehen haben will. Auch die Angehörigen der Volkswehr können immer wieder Erfolge verbuchen. So ergab sich im Zentrum von Lugansk nach stundenlangen Kämpfen ein Truppenteil der ukrainischen Armee, berichtete Ria Novosti. Anstatt aber die sich ergebenden Soldaten brutal umzunieten, setzten sie diese auf freien Fuß. Wie man sieht geht es eben auch anders.

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Fazit

Wir schreiben das Jahr 2014 und in Europa gibt es immer noch Krieg. Dieser Krieg wird angeheizt durch zwei Friedennobelpreisträger, nämlich die Europäische Union und US-Präsident Barack Obama. Es wird endlich Zeit, dass die NATO ebenfalls mit diesem Preis ausgezeichnet wird. Es scheint fast so als könnte man nach dieser Auszeichnung ungeniert nach Lust und Laune Kriege anzetteln und führen. Die westlichen Medien schauen einfach weg, weil sie überwiegend pro-amerikanisch ausgerichtet sind. Die Hand die einen füttert, die beißt man nicht. Die Europäische Union macht hier munter mit. Dies bestätigt uns nur einmal mehr, dass die EU offenbar nur ein Vasall der Amerikaner ist. Mit einer solchen Institution möchte ein anständiger Europäer jedoch nichts zu tun haben.  

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