Foto: © www.andreas-gabalier.at

Vor einer Woche beim österreichischen Formel 1 Grand Prix in Spielberg sang unser beliebter Volks-Rock'n'Roller Andreas Gabalier die Bundeshymne so, wie er und wir alle mit ihr aufgewachsen sind. Frauenministerin a.D. Rauch-Kallat brachte 2011 einen Antrag auf Änderung der Bundeshymne im Parlament ein, wonach in der Neufassung die Töchter, neben den Söhnen ebenfalls berücksichtigt werden sollten. Ihrer letzten Handlung als Abgeordnete im Parlament war es zu verdanken, diese Änderung mit Mehrheit und Parlamentsbeschluss uns Österreichern aufs Auge zu drücken. Eine entstellte Bundeshymne und ein Unwohlsein in der Bevölkerung waren und sind die Folge. 

Von Andre Eric Keller

Ein Herumhantieren an Volks- und Kulturgut ist es, was vielen Österreichern nicht gefällt. Tradition und Werte sind (noch) tief in Österreich verwurzelt. Mancheinem kann die Abschaffung dieser Werte offensichtlich nicht schnell genug gehen. Ein Lichtblick am Himmel ist dieser Andreas Gabalier. Er ist ein Rock'n'Roller mit starken Österreichbezug, ein Alpenrebell und trägt die Heimat im Herzen. Für ihn ganz selbstverständlich, die alte Version der österreichischen Bundeshymne zu singen. Für diesen Auftritt beim Formel-1-Rennen arrangierte er eine wohlklingende Version mit Gitarre und Harmonika, und der Text blieb die alte Version, so wie sie Paula von Preradovic dichtete. 

Umfragen zufolge kam diese Version der Bundeshymne sehr gut an. Über 90 Prozent der Bevölkerung konnte sich damit identifizieren. Sie werden nicht lange raten müssen, welche Gruppierungen damit nicht ihre Freude hatten. Politische Minderheiten wie etwa die Grünen Frauen (Bericht hier) konnten sich dafür gar nicht begeistern. Gleichzeitig warf Rauch-Kallat Gabalier vor, eine künstliche Aufregung um die Hymne zu erzeugen, sei dieses Thema doch längst gegessen. Die Neufassung der Bundeshymne sei Gesetz und Gesetze müssen eingehalten werden. Werden Gesetze nicht eingehalten, würde dies bestraft – obwohl hier keine Bestrafung vorgesehen ist.

ZiB24 vom 26.6.2014

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https://www.youtube.com/watch?v=aeiIvnWt4yc

Die Volksvertretung vertritt das Volk nicht mehr 

Der wahre Grund für solch kleine Revolten liegt darin, dass am Volk vorbei regiert wird. Die vermeintlich vom Volk entsendeten Parlamentarier machen ihre eigene Politik. Sie machen nicht Politik für die Wähler, sondern für ihre jeweilige Partei. Hierzu kommt, dass diese Vertreter sich völlig vom Gros der Gesellschaft entkoppeln. Man habe das Ohr nicht mehr um ins Volk hineinzuhören und sei auf einem Auge blind um ja nicht die Meinung des Volkes wiedergeben zu müssen. Weiters findet eine regelrechte Umerziehung statt. Es müssen wohl manche Dinge regelrecht in unserer Hirne "eingepflanzt" werden. Worte wie z.B Toleranz, Gleichberechtigung, Gender-Mainstreaming, auch schon negativ behaftete Wörter wie zum Beispiel Rassismus, Populismus, Nationalismus ect. sollen in uns Unbehagen hervorrufen und abstossende Wirkung erzielen. Gezielt wird hier seitens der Regierung und ihrem verlängerten Arm – den Medien, Stimmung und mit Wechselwirkung Ablehnung erzeugt.

Die Kluft zwischen dem Volk und ihrer Vertretung, die nun keine mehr ist, wird immer größer. Dieses Phänomen findet in ganz Europa statt. Besonders bei den Ukraine-Berichterstattungen kann man dies sehr gut beobachten. Es ist zu vermuten, dass sich dieses Abkoppeln vom Volk sogar noch verstärkt. Die Abgabe der Kompetenzen und somit der Verlust an Souveränität im Zuge der "Europäisierung" der Nationalstaaten, schmeckt vielen Bürgern gar nicht. Zweierlei Auswirkungen hat diese Misere. Zum Einem verlieren die gemäßigten Parteien immer mehr an Wählerstimmen und man wendet sich den politischen Rändern zu. Andererseits werden – durch das Ignorieren der Meinung der Maßen, selbige auf die Straßen getrieben. 

Land der Berge – Version Andreas Gabalier

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