Bild: wiki commons / NickK CC-BY-SA 3.0
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Michail Kowal, der stellvertretende Verteidigungsminister der Ukraine, erläutert zu diesem Vorhaben in unten eingebundenem Video, dass „die vollständige Filtration von Menschen vorgenommen“ werde. Dort soll, so Kowal, festgestellt werden, wer von ihnen Verbrechen auf ukrainischem Territorium begangen habe.

Von Daniela Disterheft

Doch während Kowal offen zugibt, dass diese Lager für Seperatisten und andere Regierungsgegner gebaut werden, scheinen die Bauleiter und Mitarbeiter der Baufirmen nicht wirklich zu wissen, wofür diese Komplexe errichtet werden. Illegale Immigranten dürfte es in der Ukraine, aus der zehntausende Menschen nach Russland fliehen, nämlich kaum welche geben.

Frage: „Wozu errichtet man eine solche Betonmauer mit Stacheldraht?“ (Dieses Lager befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Militärstandortes N 19) Antwort auf die Frage: „Der Auftraggeber ist das Innenministerium der Ukraine. Der Geldgeber ist die Europäische Union. Die Bauabnahme findet im Sommer 2014 statt.“

Ein Schild ist zu sehen. Aufschrift: Unbefugten ist der Zutritt verboten. Die Fragestellerin dieses Videos sagt: „Die Tür ist zu. Machen sie uns bitte die Tür auf! Was wird hier gebaut? Was ist das für ein Geheimprojekt?“ Erklärung aus dem Off: „Hinter der Mauer befinden sich auch Baracken, in denen Demonstranten aus den Gebieten Donbass und Lugansk untergebracht werden sollen.“

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Die Fragestellerin aus dem Video wird eingelassen. Sie fragt: „Wer sind sie? Einer der Bauleiter? Sind sie aus der Türkei?“ Antwort des Mannes: „Ja.“ Fragestellerin: „Wir würden gerne wissen, was hier für ein Objekt gebaut wird.“ Antwort des Mannes: „Es gibt unterschiedliche Berichte diesbezüglich. Ich zeige es ihnen. Das Objekt wird für illegale Immigranten gebaut.“ Die Fragestellerin: „Für illegale Immigranten?“ Mann: „Ja.“ Fragestellerin: „Wer ist der Auftraggeber? Das Innenministerium? Dort hängt aber die Flagge der Europäischen Union.“ Mann: „Korrekt. Die Europäische Union finanziert das Projekt.“

Fragestellerin: „Welches Interesse hat die Europäische Union an der Errichtung eines solchen Lagers?“ Mann: „Diese Frage kann ich innen nicht beantworten. Ich bin nur Auftragsausführender.“ Fragestellerin: „Also es wird hier ein Objekt für illegale Migranten gebaut? Werden diese Leute dann deportiert oder bleiben die hier?“ Mann: „Kommen sie mit, ich zeige es ihnen.“ Stimme aus dem Off: „Es stellt sich die Frage: Wozu investiert man Gelder in ein Lager für Migranten? Und das bei der herrschenden Armut und inmitten der Zerrüttung der Ukraine? Denn die Ukraine ist nicht Sizilien oder Lampedusa, wo sich tausende afrikanischer Flüchtlinge aufhalten.“

Fragestellerin: „Wie viele Flüchtlinge werden in einer Zelle untergebracht werden?“ Mann: „ Entsprechend den Bestimmungen – ein bis zwei Personen. Hier wird es auch Turnhallen geben.“ Fragestellerin: „Wie viele Räume wird es in diesem Gebäude geben?“ Mann: „Das kann ich ihnen nicht sagen.“ Fragestellerin: „Werden Metalltüren eingebaut?“ Mann: „Es gibt Metalltüren und welche aus Holz. Die Leute werden hier eine gute Lebensqualität haben.“

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6 KOMMENTARE

  1. Filtrationslager. Ein moderner Ausdruck für Konzentrationslager. Nun ja, soweit dürfte es kaum kommen. Oder doch? Vielleicht nicht ganz so, wie es sich die Erbauer vorstellen. Vielleicht werden dereinst diejenigen in den Baracken hausen, die sie für die "illegalen Migranten" erbauen ließen. Michael Kowal z. B. Würde ihm gut tun, denn dann hätte er einige Jahre Zeit über die Kriegsverbrechen seiner Armee nachzudenken. Und er könnte etwas Nützlichres tun, z. B. Feldarbeiten verrichten. Der EU käme es auch billiger. Sie bräuchte nicht mehr Geld in die Ukraine zu pumpen. Die Ukraine dieser gescheiterte Staat, eIn Fass ohne Boden. 

  2. Hallo, Daniela Disterheft,

    ich schreibe Ihnen diesen Brief als Redakteur und als Leser bei der Internetzeitung russland.ru, wo Ihr Text auszugsweise übernommen wurde. Ich möchte gleich zur Sache kommen: Sie wissen und ich weiß, was Filtrationslager sind und was es bedeutet, wenn zu einer Zeit, in der der neue ukrainische Präsident Poroschenko der Welt das Schauspiel seines "Friedensplans" bietet,  von Seiten seiner Regierung zugleich die Einrichtung von Filtrationslagern angekündigt werden. Das  ist natürlich mehr als brisant, wenn es stimmt und wenn es klar beweisbar ist. Meine Frage an Sie daher, woher stammen diese Infos? Allein das Wissen, daß das Video bei rossia.ru gezeigt wurde, ist ja für sich kein ausreichender Beweis. Wo sind die Quellen von rossia.ru, außer denen der Bauarbeiten, die direkt im Video gezeigt werden? Die könnten, nach den Bildern zu urteilen, auch ein ganz "normaler" Gefän gnisbau sein. Das ist unangenehm genug – aber noch kein Beweis für das oder die geplanten Filtrationslager. Der Zusammenschnitt der Kurzaussage des Ministers Kowal (soweit ich verstehe auf Ukrainisch, das ich leider nicht verstehe und unter dem überlagernden Text ohnehin nicht verstehen könnte) mit den russisch gestellten Fragen einer anonymen  Reporterin an einen jungen Mann, der behauptet, der Bauleiter zu sein, es vielleicht auchz ist, aber sich zugleich als imkompetent erklärt, ergeben leider keinen stichfesten Beweis für das, was bewiesen werden soll, nämlich daß die Ukrainische Regierung zusammen mit der EU Lager für Ukrainische Seperatisten bauen läßt.

    Verstehen Sie mich recht – nach Lage der Dinge ist ein solcher Wahnsinn durchaus denkbar, aber um  mit dieser Information wirklich heraus zu kommemn, braucht´s noch stichhaltigere Beweise: Ort und Zeit des Auftritts des stellvertretenden Verteidigungsministers Kowal, Nachweise für den Auftrag von Kiewer Regierung und EU, evtl. Versuche, der Verifizierung dieser Tatsachen…

    Also kurz, ich wäre Ihnen sehr dankbar, wennn Sie die Quellenlage durchsichtiger machen könnten, auch deswegen, damit man ggflls. weiter nachbohren kann.

    Ich bitte Sie um Nachricht an meine Adresse – die ist Ihnen ja mit dieser Mail bekannt, sonst können Sie sich auch direkt an russland.ru wenden.

    Beste Grüße, Kai Ehlers

  3. Sehr geehrter Herr Ehlers,

    ich freue mich sehr über Ihr Interesse und hoffe, dass Sie den Link auf finden, wenn Sie nochmals auf diese Seite kommen. Die Informationen dieses Videos sind noch ausführlicher.

     

    Beste Grüße

    Daniela Disterheft

  4. Hallo,

    ich bin unseren Medien und unserer Politik schon einige Jahre mistrauisch gegenüber eingestellt

    und hab in zuge dessen auch gelernt wie ich mir Informationen beschaffe und wie ich sie filter.

    Und dabei ist mir im aktuellen Fall aufgefallen das dass Wort "Filtrationslager"

    schon länger besteht seit 2000.Und zwar in dem Fall das Russland Filtrationslager bauen lies

    für tschechische Separatisten. Ohne die hier genannten Lager zu beurteilen,ich wollte dasnur anmerken.

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