Bild: Flickr / faungg's photo CC BY-ND 2.0

Wie die Chinesische Volksbank mitteilte, wuchs das in Renminbi-Yuan abgewickelte Handelsvolumen Chinas mit dem Ausland um satte 57 Prozent. Damit zeigen sich erste Erfolge in der Entkoppelung der chinesischen Außenwirtschaft von der Abhängigkeit gegenüber dem US-Dollar.

Von Marco Maier

Im Laufe des vergangenen Jahres konnte das in chinesischer Landeswährung abgewickelte Geschäftsvolumen gegenüber 2012 um ganze 57 Prozent auf 4,6 Billionen Renminbi-Yuan erhöht werden. Das entspricht einer Summe von ungefähr 550 Milliarden Euro. Von diesen 4,6 Billionen entfielen zwar nur 3 Milliarden Yuan (rund 360 Millionen Euro) auf den Warenhandel, doch auch dort konnte man ein Plus von 47 Prozent gegenüber 2012 erzielen. Damit beschreitet das Reich der Mitte weiterhin seinen Weg, sich schrittweise von der unnatürlichen Dominanz des US-Dollars im internationalen Handel zu lösen.

Auch wenn das Volumen im Vergleich zu den internationalen Finanzströmen infolge des globalen Handels noch recht gering erscheint, offenbart dies den Beginn einer neuen Ära. Durch die neuen Yuan-Handelsplätze in London und Frankfurt werden Kontrakte auf Yuan-Basis auch für europäische Firmen interessanter, weshalb das diesjährige Wachstum wohl deutlich über jenem des vorigen Jahres liegen dürfte. Die jüngst abgeschlossenen russisch-chinesischen Handelsverträge mit eingeschlossen.

Für China bedeutet dies, dass der Außenwert des Renminbi-Yuan deutlich gestärkt wird, während der US-Dollar unter Druck gerät. Umso wichtiger wird es für Peking, die vorhandenen Dollarreserven schrittweise zu reduzieren. Dazu nutzte die chinesische Zentralbank schon die Möglichkeit, sich mittels der Aufstockung von Euroreserven von einem Teil der Dollarbestände zu trennen. Damit untergräbt sie jedoch die Bemühungen der EZB, mittels Geldschwemme den Eurokurs zur Stützung der südlichen Eurostaaten zu senken.

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3 KOMMENTARE

  1. Ach ist das eine schöne Nachricht – auf den ersten Blick. Das Terror-Imperium USA wird weiter in die Enge getrieben. Aber: was macht ein Raubtier, welches, in die Ecke getrieben, nicht mehr ausweichen kann? Es beißt mit allen Mitteln. Will heißen, dass es jetzt – natürlich im Namen der amerikanischen „Demokratie“ – Kriegsgründe geben muss, um zumindest das Rüstungs-Finanzkapital über Wasser zu halten. Darauf müssen wir vorbereitet sein. Vielleicht sollten Obama & Co überlegen, dass sie mit fortwährenden Drohungen nichts erreichen. Aber eventuell mit gleichberechtigten, friedlichen Partnerschaften zum gegenseitigen Vorteil?

  2. Romanuss: Ja! Aber ein schwächerer Dollar mit zurückgehender Weltnachfrage nach US-Dollar insgesamt, macht es den Amis erheblich schwieriger, a) über ihre Verhältnisse zu leben und b) ihre immens teuren Angriffskriege gegen – praktisch wehrlose – Kleinstaaten durch die Restwelt finanzieren zu können.
    Bislang konnten sie stets alles mit grünen IOUs „bezahlen“. Und der US-Dollar IST nichts anderes als ein Schuldschein gegenüber eines Landes, das fast nichts mehr produziert, ihn also u. U. gar nicht einlösen kann.
    Darüber sind wir uns ja einig, oder?

  3. Romanuss: Dem kann ich zustimmen – das ist eine gute Nachricht! Die sog. "Kriegsgründe" der USA werden – nicht zuletzt auf Grund des WWW – immer mehr Menschen bekannt und damit fällt die Akzeptanz der "Weltmacht" immer schneller. Die Tendenz zur Auflehnung gegen die "Weltpolizei" ist erkennbar und das ist sehr gut so!

    Das mit den Raubtieren lässt sich auch in den Griff bekommen, die können gezähmt werden. Kann man in jeden Zirkus sehen. Sollte sich so ein Raubtier dann doch einmal dazu hinreissen lassen zuzubeißen – dann wird es eingeschläfert … 

     

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