Weltbank: Ukraine-Krise für Anstieg der Lebensmittelpreise verantwortlich

Der Anstieg der Lebensmittelpreise geht nach Ansicht von Weltbank-Ökonomen unter anderem auf die Krise in der Ukraine zurück. Weitere Faktoren sind die Sorgen vor Wetterkapriolen und die gestiegene globale Nachfrage.

Von Marco Maier

Im ersten Quartal dieses Jahres stiegen die Getreidepreise gegenüber dem vierten Quartal 2013 ordentlich an: Weizen wurde um 18 Prozent teurer, Mais um 12 Prozent. Insgesamt liegen die Lebensmittelpreise nach Weltbankangaben um 4 Prozent über jenen des vorangegangenen Quartals. Mit dafür verantwortlich ist die politisch instabile Lage in der Ukraine, einem wichtigen Getreideproduzenten.

Als drittgrößter Mais- und sechstgrößter Weizenexporteur der Welt fällt der politische und ökonomische Zerfall des Landes global gesehen durchaus ins Gewicht. Zwar sei der Getreideexport aus der Ukraine bislang noch nicht beeinträchtigt, doch die späte Aussaat, steigende Produktionskosten und der Zerfall der ukrainischen Währung werden nicht ohne Folgen bleiben. Dies ist auch auf den Terminmärkten zu spüren.

Indessen jedoch leiden insbesondere die Menschen in der Ukraine und anderen ärmeren Ländern unter der Verteuerung der Lebensmittel, zumal diese den größten Anteil ihres mageren Einkommens für die Ernährung aufwenden müssen.

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