US-Landwirtschaftsministerium kauft Maschinenpistolen

Eigentlich ist das US-Landwirtschaftsministerium eine der letzten Bundesbehörden, von denen man den Kauf einer größeren Anzahl an Maschinenpistolen und Magazinen mit hoher Kapazität erwarten würde. Allerdings war dies letzte Woche der Fall.

Von Marco Maier

In einem Ansuchen auf der Website für Bundes-Geschäftschancen vom 7. Mai ersuchte das US-Landwirtschaftsministerium um Angebote für eine unbestimmte Anzahl an Maschinenpistolen und Magazinen mit einer Kapazität von 30 Schuss. Diese sollten zudem mit Nachsichtgeräten ausgerüstet sein. Wörtlich hieß es (übersetzt):

"Das US-Landwirtschaftsministerium, Büro des Generalinspekteurs mit Sitz in Washington D.C., gemäß der Autorität von FAR Teil 13, hat einen Bedarf am kommerziellen Erwerb von Maschinenpistolen Kaliber .40 S&W, beidseitige Sicherung, halbautomatisch oder Zweier-Feuerstoß, Tritium Nachtsichtgeräten vorne und hinten, Schienen zur Anbringung von Taschenlampen (vorne unter Frontgriff) und Spielraum/Umfang (oben hinten), Schaft zusammenklappbar oder faltbar, Magazin mit 30 Schuss, Trageriemen, geringes Gewicht und übergroßen Abzugbügel für die Bedienung mit Handschuhen."

Wofür die Waffen überhaupt benötigt werden, weiß offenbar nur die Behörde selbst. Konservative Pro-Waffen-Webseiten wurden auf die Anfrage aufmerksam und begannen viele Fragen darüber zu stellen. Mutmaßungen gehen dort hin, dass die US-Forstbehörde eventuell damit ausgestattet werden soll, zumal diese in den Zuständigkeitsbereich des Landwirtschaftsministeriums fällt. Wozu diese paramilitärische Bewaffnung benötigt wird, ist jedoch unklar.

Spread the love
Lesen Sie auch:  Trump schlägt Trennung der US-Wirtschaft von China vor

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...
Loading...

2 Kommentare

  1. ggf. für die Verteidigung des Nahrungsmittel-Rohstoff-Gen-Samen etc. Lagers auf Spitzbergen???

    Wäre ab September naheliegend und Eisbären lassen sich daamit prima bekämpfen – die haben sich nämlich, auf Grund des Klimawandels auf Cerealien umgestellt –> oder habe ich da Aussagen falsch verstanden und es ist der russische Bär nach dem Atomschlag, der unserer Erde ein Ende oder zumindest einen langen, langen Winter beschert?

    Brech, Würg, Kxtz!

    1. Nein, ich die Behörde muß sich gegen Ihre Frankensteingewächse verteidigen, die bis dahin Fangarme haben und schnelllaufend sind – das kann nur der tiefere Sinn dahinter sein.

      Ansonsten ist das eher besorgniserreigend: will die Landwirtschaftsbehörde etwa gegen die eigenen Bürger mit Schusswaffen vorgehen, denn zum Pflügen eignen sich die Waffen weniger. Was wird denn von der Seite der Bürger erwartet? Wollen die Behörden sich im Bunker verschanzen oder rechnet man mit wütenden Bürgern, wenn die Schattenseiten der Gensaaten sichtbar stärker sichtbar werden?

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.