Nigel Farage. Bild: Flickr / Euro Realist Newsletter CC-BY-SA 2.0

Der Vorsitzende der britischen UKIP, Nigel Farage, erwartet bei den in wenigen Wochen stattfindenden Wahlen zum Europäischen Parlament einen Erdrutschsieg der EU-Skeptiker und Eurogegner. Eine breite Front aus Kritikern des aktuellen Kurses Brüssels, quer durch das politische Spektrum soll seiner Hoffnung nach den Kurs in die Vereinigten Staaten von Europa stoppen.

Von Marco Maier

Wenn es um die EU geht, ist der als Populist geltende Politiker kaum um deftige Worte verlegen. Seine Ablehnung des Brüsseler Systems verhehlt er nicht: "Ich hasse die Flagge. Ich hasse die Hymne. Ich hasse die Institutionen." So kurz, direkt und prägnant klingt es, wenn es um den machtgierigen Moloch geht, der sich schrittweise immer mehr Einfluss auf den Kontinent aneignet.

Für Farage ist es klar, dass die Riege der Skeptiker und Kritiker von Euro und Brüsseler Machtgier deutlich zulegen werden. Glaubt man den Umfragen, liegt er damit richtig. Sowohl die Kommunisten ganz links als auch die Nationalisten am rechten Ende des politischen Spektrums dürften ordentlich Boden gut machen. Hinzu kommen noch diverse populistische Bewegungen wie die Fünf-Sterne-Bewegung Beppe Grillos aus Italien, die sich grundsätzlich gegen das System stellen.

Wie dem auch sei – die Befürworter einer "tieferen Integration" in der EU, welche eigentlich nichts weiter als die Schaffung eines EU-Staates darstellt, geraten damit ins Hintertreffen. Für eine Sperrminorität im Europäischen Parlament dürften die Zuwächse jedoch dennoch nicht ausreichen. Zusammen werden Konservative, Sozialdemokraten und Liberale – allesamt Parteien der Ausweitung der Brüsseler Kompetenzen – weiterhin eine Zweidrittelmehrheit an Mandaten halten.

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