Demo. Bild: Youtube

Geht es nach den Machern von "Spiegel TV", so sind die Organisatoren, Mitwirkenden und Teilnehmer wohl allesamt verkappte Nazis, Verschwörungstheoretiker und Spinner. So kann man den rund 8 Minuten langen Sendebeitrag kurz zusammenfassen.

Von Marco Maier

Galt der "Spiegel" früher noch als journalistisches Qualitätsmedium und "Spiegel TV" als seriös, so scheint sich dies in den letzten Jahren deutlich zum Schlechteren geändert zu haben. Wirklich investigativer Journalismus wie damals? Offenbar Fehlanzeige. Besonders deutlich wird dies in der tendenziösen und die Realität völlig verzerrenden Sendung vom 18. Mai, als wieder einmal tief in die Mottenkiste gegriffen wurde. Einzelmeinungen von wenigen Besuchern gelten gleich als grundlegender Tenor.

Ganz "objektiv" wollte man bei "Spiegel TV" berichten, wie es eingangs hieß – doch das Resultat war mehr als nur subjektiv. Unterstellungen, Polemik und die gezielte Suche nach potentiellen "Nazis" die in der Menge der Menschen verborgen waren prägten das Bild. Selbst die Kritik an der Finanzoligarchie wurde auf primitivste Art und Weise in stupiden Antisemitismus umgedeutet. Offenbar darf man die Namen der involvierten Menschen nicht nennen, da sich eben auch ein paar jüdische Personen in dem illusteren Kreis der einflussreichen Finanzmagnaten befinden.

In altbewährter Manier wird die Kritik an den Machenschaften der Finanzeliten als antisemitisch abgestempelt, obwohl die religiöse Zugehörigkeit dieser Menschen doch absolut keine Rolle spielt. Man könnte beinahe meinen, dass dies pures politisches Kalkül ist. Der Wunsch der Konzernleitung, diese Bewegung zu desavouieren, um die Freunde in Politik und Wirtschaft nicht durch einen Ruck in der Bevölkerung um ihre Pfründe bringen zu lassen.

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Wer die Sendung noch nicht gesehen hat, findet sie hier:

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6 KOMMENTARE

  1. Nutze die Propaganda (= Lügen = Fehler in de Berichterstattung) der MSM, um mehr Leser zu gewinnen, indem Du die Leser der MSM über die Lügen aufklärst und damit indirekt abwirbst! Du findest diese Leser z.B. über facebook oder am Kiosk, wo sie die MSM kaufen.

    Und Du erkennst an den Briefkästen, wer noch MSM aboninert.

    Alles Gute und beste Grüße.

  2. Nun haben auch in Wien die Montagdemos – Mahnwache für den Frieden – Fuß gefaßt. Gestern am 19. Mai waren bereits ca. 400 besorgte Menschen vor dem Parlament, großteils Jugendliche, die Ihren Unmut zu Kriegshetze, Falschinformationen und Propaganda per friedlicher Kundgebung öffentlich gemacht haben. Die Mahnwachen werden fortgeführt. Termine und Örtlichkeiten in den Landeshauptstädten und Infos unter http://www.friedensmahnwachen.at  

  3. Ihren Artikel kann ich nicht ganz zustimmen. Ich hab den Beitrag von Spiegel TV gesehen. “Einzelmeinungen von wenigen Besuchern gelten gleich als grundlegender Tenor“ Das genau ist ja das Problem bei diesen “Friedensdemonstrationen“ Jeder Teilnehmer kann dort sein Weltbild darstellen und sei es noch so verrückt. Bei den Initiatoren handelt es sich offenkundig meist um Verschwörungstheoretiker wie zum Beispiel Andreas Popp. Da werden Behauptungen aufgestellt die jeder wissenschaftlichen Erkenntnis wiedersprechen, und jedem der noch etwas über gesunden Menschenverstand verfügt die Haare zu Berge stehen lässt. Von Chemtrails über BRD GmbH, bis hin zur weltweiten Verschwörung der NWO. Genauso sieht es bei den Besuchern dieser Mahnwachen aus. Wenn dort hohe NPD Funktionäre und “Reichsdeutsche“ eifrig applaudieren, darf sich nicht gewundert werden dass auch darüber berichtet wird. Dies finde ich vollkommen legitim. Dass es sich bei den meisten Besuchern um Rechte handelt wird auch nicht behauptet, sondern anfangs nur erwähnt dass die Teilnehmer “nen Hau“ haben. Wenn man sich auf YouTube diverse Videos dieser Demonstrationen ansieht (egal ob von den Machern oder der Kritiker), kann ich diese Einschätzung nur teilen.

  4. Mit diesem Beitrag hat Spiegel TV ein mächtiges Eigentor geschossen. Wer von den tausenden von Teilnehmern der Montagsdemos noch nicht wusste, wie schäbig und verlogen unsere geschätzten Medien sind, der weiß das nun und er wird es an Freunde, Bekannte und Nachbarn weitertragen, die sich noch nicht zu den Montagsdemos gewagt hatten. Die von Spiegel TV angewandten Methoden spiegeln die Angst der Politiker wieder, die sehen, wie das Volk sich zunehmend und uneinholbar von ihrem Unsinn entfernt und sich selbstständig macht.

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