Ostukraine: Kiew lehnt humanitäre Hilfe aus Russland ab – Truppen rücken weiter vor

Moskau bot Kiew die Lieferung von Medikamenten und humanitärer Hilfe für den vom Krieg der Übergangsregierung gegen die Regierungsgegner gezeichneten Ostteil der Ukraine an. Doch das ukrainische Außenministerium lehnt jede Hilfe aus Russland ab. Indessen rücken immer mehr Truppenverbände nach Osten.

Von Marco Maier

Während immer mehr Menschen aus der Ukraine nach Russland flüchten und vor allem Kinder und Jugendliche aus den heftig umkämpften Gebieten auf die Krim in Sicherheit gebracht werden, geht der als "militärische Sonderoperation" beschönigte Staatsterrorismus ungehindert weiter. Durch den Einsatz von schweren Waffen und dem Beschuss von Wohngebieten durch die ukrainische Armee und die vom Rechten Sektor dominierte "Nationalgarde" gerät zunehmend auch die unbewaffnete Zivilbevölkerung ins Visier der Truppen.

Aus diesem Grund bot Moskau umfangreiche humanitäre Hilfe an, damit das Leid der Zivilbevölkerung gemildert werden kann. In einer Mitteilung des russischen Außenministerium heißt es: „Am Donnerstag, dem 29. Mai, wurde vom Außenministerium der Ukraine eine Note gesendet, deren Text zumindest Befremden auslöst. Das Außenministerium der Ukraine hat das Thema humanitäre Hilfe und die Leiden der Menschen in den östlichen Regionen der Ukraine, wo wegen der von Kiew eingeleiteten Militäroperation täglich Menschen sterben und die Zahl der Verletzten und Betroffenen weiter zunimmt, voll ignoriert und ist zynisch auf die Situation auf der Krim eingegangen, die laut Meinung der ukrainischen Seite, die auf gewissen ‚zahlreichen Signalen der Weltgemeinschaft‘ basiert, angeblich ‚am Rande einer humanitären Katastrophe steht‘.“

Weiters führt die Behörde in der Mitteilung aus: „Im Hinblick darauf, dass Kiew die Kampfhandlungen gegen die Bevölkerung der östlichen Regionen der Ukraine weiter führt, ist das Bedürfnis der Zivilisten nach sofortiger humanitärer Hilfe weiterhin höchst aktuell. Ausgehend von den allgemein geltenden Normen der menschlichen Moral, rufen wir die ukrainischen Behörden auf, dennoch Fragen der Hilfeleistung für diejenigen zu erörtern, die sie dringendst nötig haben.“

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Wie "Voice of Donezk" unter Berufung auf Augenzeugen in der Region berichtet, bereiten die Regierungstruppen indessen weitere größere Manöver vor. Mehrere Verbände der ukrainischen Armee sollen sich demnach auf die Regionen Donezk und Lugansk zubewegen, die sich kürzlich nach einer Abstimmung für unabhängig erklärten und den Staat Novorossija (Neurussland) ausriefen, weil die Putschregierung keinerlei Dialogbereitschaft zeigte.

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Inzwischen werden schon Befürchtungen geäußert, die nationalistische Führung in Kiew könnte diesen staatsterroristischen Akt dafür einsetzen, den Osten "ethnisch zu säubern", indem die russischstämmige Bevölkerung mit massivem Gewalteinsatz vertrieben werden soll. Schon bitten täglich über 5.000 Menschen aus der Ukraine in Russland um Asyl.

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