OECD verlangt von EZB Zinssenkung

Die OECD-Volkswirte haben offenbar keine Lehren aus den Erfahrungen der letzten Jahre gezogen. Zur Ankurbelung der Inflation soll die EZB auf Wunsch der OECD erneut eine Zinssenkung durchführen. Damit würde jedoch hauptsächlich die Finanzindustrie weiter gemästet, während die Realwirtschaft weiterhin mit Problemen kämpft.

Von Marco Maier

Der stellvertretende Generalsekretär der OECD, Rintaro Tamaki, riet der EZB "neue Maßnahmen zu ergreifen". Damit sprach er die Senkung des Leitzinses von derzeit 0,25 Prozent auf 0,00 Prozent an. Weiters sollen nach Tamakis Vorstellungen Banken die Geld bei der EZB "zwischenparken" mit einem Strafzins belegt werden, um so die Vergabefreudigkeit von Krediten anzukurbeln.

Als ob dies nicht genug wäre, gebärt sich die OECD als Anwalt der Finanzindustrie. "Ankäufe von Staats- oder Unternehmensanleihen oder Programme zur Förderung der Kreditvergabe der Banken an den privaten Nichtfinanzsektor wären ebenfalls denkbar", so Tamaki. Damit soll die Inflationsrate wieder näher an die Marke von 2 Prozent gehoben werden.

Für die Ökonomen der OECD gilt demnach das Credo: Eine Schuldenkrise löst man mit neuen Schulden. Privathaushalte und Unternehmen sollen sich noch weiter verschulden, damit die Wirtschaft in Gang kommt. Irgendwie klingt das so, als wenn man den Feuerwehren sagt, sie sollen die Wassertanks ihrer Löschfahrzeuge mit Benzin und Diesel auffüllen und damit brennende Häuser löschen.

Wohin uns dieses schuldeninduzierte Wachstum geführt hat, haben wir während der letzten Jahre sehr gut gesehen. Nun eine neue Verschuldungswelle loszutreten, sorgt jedoch für die Kreditblasen von morgen. Irgendwann nämlich, werden die Zinssätze wieder ansteigen – und jene die sich heute zu günstigen Konditionen verschuldet haben, stehen dann vor dem Problem der steigenden Rückzahlungsraten.

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Das Hauptproblem liegt doch eher darin begründet, dass die Einkommen der breiten Bevölkerung oftmals kaum mehr Spielraum für Konsum und Investitionen zulassen. Welches Unternehmen investiert in die Ausweitung der Produktion, wenn die Nachfragesituation dies gar nicht zulässt? Die Realwirtschaft ist doch – im Gegensatz zur Finanzindustrie – kein Casino, wo man einfach auf eine Karte setzt und hofft, mit einem Plus auszusteigen.

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3 Kommentare

  1. Was soll Mann noch dazu sagen?

    Dieser Goldman Sachs Ratte (so sehen seine Augen und das Gesichtt, und auch sein Verhalten) mit allen anderen Ratten macht alles um Neue Welt Ordnung zu instalieren, das Volk in Angst und Mangel zu halten. Wir sollen zufreieden sein dass wir noch zu essen haben und ein Dach über  den Kopf, Rest brauchen wir nicht. So denken die. Wir sind nur Organspender für den und Konsumenten für deren Müll die sie uns verkaufen im Supermärkten oder Apotheken.

    Ich würde diesen Monster keiner Kinder (zukunftigen Sklaven) mehr schenken(gebären).

    Das Leben ist nich mehr Lebenswert für das Volk, sonder nur noch Überlebenskampf.

    Es wird Tag kommen wo das Volk aufwacht und gar nicht mehr Kauft, nur noch das nötigsten, dann können sie ihre Wirtschaftswachstum selber mit deren gestolenen Miliarden ankurbeln und ganzer Schrott selbst kaufen und fressen.

  2. Die OCED entwickelt sich immer mehr zu eine Sowjetunion. Wenn Sie wirklich das Thema Terroristenbekämpfung ersnt hätten Sie USA wegen Töten unschuldige durch Drohnenangriffe schon längst auf die schwarze Liste gesetzt.

  3. Die OCED entwickelt sich immer mehr zu eine Sowjetunion. Wenn Sie wirklich das Thema Terroristenbekämpfung ernst nimmt, hätten Sie USA wegen Töten unschuldige durch Drohnenangriffe schon längst auf die schwarze Liste gesetzt. Statt dessen setzen Sie Staaten bei denen Volksabstimmungen zum Demokratieverständnis zählen auf die schwarze Liste.

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