Türkische Polizisten versuchen zu verhindern, dass Mitglieder des Komittees der 1. Mai Demonstrationen zu Wort kommen. Bild: Flickr / snamess CC-BY 2.0

Großangelegte Proteste von Regierungsgegnern führten zu groben Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Durch den massiven Einsatz von Tränengas mussten im Stadtteil Besiktas viele Menschen ihre Häuser verlassen. Der Taksim-Platz, sowie der angrenzende Gezi-Park wurden abgeriegelt.

Von Marco Maier

Wasserwerfer, Knüppel und Tränengas auf der einen, Pflastersteine, Feuerwerkskörper und Molotowcocktails auf der anderen Seite. Die Bilanz: mindestens 50 Verletzte. Grund für die Ausschreitungen dürfte das behördliche Verbot einer Kundgebung auf dem Taksim-Platz gewesen sein, dem die regierungskritischen Demonstranten nicht Folge leisten wollten. Gewerkschaften, Oppositionsparteien und regierungskritische Gruppen hatten dazu aufgerufen, dennoch den Platz zu füllen.

Die autokratische Regierung Erdogans ließ rund 40.000 Polizisten in Istanbul aufmarschieren, von denen rund die Hälfte allein um den Taksim-Platz postiert wurden. Im Zuge der Ausschreitungen wurden allein in Istanbul rund 250 Regierungsgegner festgenommen. In der türkischen Hauptstadt Ankara sollen weitere 100 Demonstranten festgenommen worden sein.

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