Gleiwitz 2.0 – Ukrainische False-Flag-Pläne

Nicht erst seit dem Überfall auf den Sender Gleiwitz, durch den der Zweite Weltkrieg ausgelöst wurde, ist das System bekannt: Will man einen Krieg und die Schuld dafür anderen in die Schuhe schieben, so baut man umgangssprachlich einen „Türken“. Beim Beispiel Gleiwitz wurden deutsche Soldaten in polnische Uniformen gesteckt und mit dem Auftrag, den deutschen Sender zu überfallen, losgeschickt. Dann hieß es: Haltet den Dieb. Heute nennt man so etwas auf Neudeutsch False-Flag-Operation. Auch der Regierung in Kiew ist die Methode offenbar nicht unbekannt.

Von Florian Stumfall

Nach wie in solchen Fällen immer etwas schemenhaften Informationen hat der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU Hunderte von russischen Armeeuniformen und gefälschte russische Militärausweise nach Donezk geschmuggelt. Sinn des Unternehmens, so es denn ausgeführt wird,  ist es, eigene Leute in diese Uniformen zu stecken und damit einen Überfall auf ukrainische Grenztruppen durchzuführen. Dabei sollen auch geeignete Medienvertreter dabei sein, damit man die  Untat vor der Weltöffentlichkeit würde verbreiten können. „Der SBU hat rund 200 Uniformsätze der russischen Armee und etwa 70 Dienstausweise russischer Truppenoffiziere aus Kiew nach Donezk gebracht“, so der Informant aus Kiew, der aus Sicherheitskreisen stammen soll.

Wie es weiter heißt, will man bei dem Unternehmen auf die professionelle Mitarbeit des Rechten Sektors nicht verzichten. Es seien 15 seiner Schläger in die Ortschaft Melowoje nahe der Grenze zu Russland verlegt worden. Sie sollen einen russischen Soldaten  fangen, denn man dann als Beleg für einen russischen Überfall vorführen könnte. Auch habe man in Welikaja Nowosjolka, das rund 50 km westlich von Donezk, liegt eine ukrainische Panzer-Einheit mit russischen Fahnen versehen. Dem Informanten zufolge steht diese Provokation unmittelbar bevor, sie soll am 8. und 9. Mai durchgezogen werden.

Wenn einerseits solche Manöver zum taktischen Allgemeingut aller üblen Regierungen gehören, hat sich andererseits der SBU spezialisiert, was seine Finanzierung angeht. Aus dem Verteidigungsministerium verlautet, das Pentagon liefere dem ukrainischen Grenzdienst spezielle Ausrüstungen für den SBU. „Die US-Botschaft in Kiew hat Kraftstoffpumpen, Drahtsperren, Akkumulatoren, Ersatzteile für Kraftfahrzeuge, Feldstecher und Verbindungsmittel gekauft und an ukrainische Grenzer übergeben, damit sie all das für die Beobachtung und die Grenzsicherung nutzen können“, sagte Pentagon-Sprecher Steven Warren.

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