Die Europawahl in zehn Tagen könnte der Alternative für Deutschland (AfD) einen Achtungserfolg einbringen. Während sich die Union in etwa auf dem Niveau von 2009 hält, SPD und Linke mit Zugewinnen rechnen können, sinken die Grünen und noch mehr die FDP deutlich in der Wählergunst ab.

Von Marco Maier

Umfrage Europawahl 2014Immer noch mehr als die Hälfte der Wähler wollen den beiden großen Parteien ihre Stimme geben. Zwar stagniert die Union bei 37 Prozent, doch die SPD dürfte im Vergleich zur Europawahl 2009 stark zulegen. Damals erhielt sie noch 20,8 Prozent der Stimmen.

In etwa gleichauf in der Umfrage liegen Linkspartei und Grüne mit jeweils 9 Prozent. Die Linke profitiert offenbar auch vom ausgleichenden Kurs in Sachen Ostpolitik, während den Grünen ihr Image als Verbotspartei zu schaffen macht. Zudem dürften die Grünen für Pazifisten inzwischen kaum mehr wählbar sein, nachdem sich führende Grünpolitiker zusehends dem NATO-Kriegskurs von Union und SPD anbiedern.

Für die AfD, die zum ersten Mal bei den Europawahlen antritt, sieht es derzeit sehr gut aus. Beinahe könnte man meinen, jene 8 Prozent welche die FDP gegenüber 2009 verloren hat, seien überwiegend der Lucke-Partei zugeflossen. Die Liberalen dürften wohl lediglich ein Viertel des Wähleranteils halten können und liegen mit 3 Prozent an der Wahrnehmungsschwelle.

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Interessant bleibt das Feld der Kleinparteien, die insgesamt 8 Prozent der Stimmen erhalten dürften. Angesichts des Wegfalls der Prozenthürde und der Möglichkeit, schon mit etwa 0,5% der Stimmen einen Sitz in Straßburg zu ergattern, könnten diese wohl 12-14 Abgeordnete ins Europäische Parlament entsenden.

Deutschland als größter Staat in der Europäischen Union könnte hier wichtige Akzente setzen, indem insbesondere jene Menschen die mit der aktuellen EU-Politik in Sachen Soziales und Frieden nicht zufrieden sind zur Wahl gehen.

 

 

Beitrag von Marco Maier.

 

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