Ein Folterlehrling hier, ein Foltermeister da und wenn Gutmütigkeit durchdringt, wird erneut geschult, denn Politiker möchten keinerlei Barmherzigkeit fördern, sondern vehement Interessen durchsetzen. Bestens erkennbar hinsichtlich Libyen und Ukraine. Beide Länder unterliegen dem gleichen Chaosprinzip. Anfänglich eindeutig erkennbare Rebellen sowie Systembefürworter, kann irgendwann niemand mehr den genauen Verlauf erkennen. Ein Volk das schweigt, macht sich mitschuldig.

Von Joachim Sondern

Beide Länder waren vor Fremdbestimmungseinwirkungen gut aufgebaut, Libyen verfügte sogar über stärkerere soziale Strukturen als diverse europäische Länder; freie ärztliche Versorgung, Bildungsförderung, Telefonnetze und Strom (Beispiel Deutschland: Täglich wird Menschen der Strom abgestellt, die in Not geraten) waren selbstverständlich. Zweifelsohne war Libyen unter Gaddafi das Vorzeigeland Afrikas. Ähnlich die Ukraine: Dort lebten Menschen gemäß ihrer eigenen kulturellen Prägungen, wirtschaftlich lief es ordentlich, viele Urlauber waren begeistert von der dortigen Gastfreundschaft, Europa war kein Gesprächsthema. Über Nacht wollten Millionen Ukrainer dann zur EU gehören? Seltsam! Bedenken Sie, liebe Leser, es braucht lediglich eine Hand voll Unruhestifter, um solche Proteste auszulösen.

Panzerfahrzeuge und Kampfhubschrauber

 

Mitunter denken manche Bürger sicherlich, es sei überzogen, Libyen mit der Ukraine gleichzustellen. Keineswegs, da anfängliche Proteste inzwischen zunehmend in militärischer Waffengewalt münden, entsprechend einstiger erzeugter Libyenunruhen. Kampfhubschrauber, tote Menschen, Panzerfahrzeuge dürften Grund genug sein. Wo erste Schüsse fallen, müssen politische Interessen menschlicher Vernunft weichen, zum Beispiel mittels eines effektiven Europaprotestes im Europawahljahr 2014.

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Kämpfe eskalieren täglich, Ukrainer verzweifeln. Da kämpfen Außenmächte um ihr Land, was einzig ihnen selbst gehört, und das ukrainische Volk muss zusehen. So erwirkt man keinerlei politische Veränderung, sondern lediglich pure Zerstörung. Ein Volk, das schweigt, macht sich mitschuldig; insofern tragen etliche Völker Europas gleichermaßen Verantwortung, insbesondere Deutschland aufgrund stetiger Bereitschaft, den USA hörig Schützenhilfe zu leisten. Was muss noch geschehen? Soll Dresden wieder unter einem Bombenteppich begraben werden? Frauen mit ansehen müssen, wie ihre Männer innerhalb sinnloser Kriege fallen?

Frieden scheint für Europäer nur noch eine bedeutungslose Werbephrase zu sein. Kein Mensch kann allen Ernstes glauben, dass friedliche Strukturen entstehen, wenn man Politiker frei gewähren lässt. Eigenverantwortliches, unabhängiges Handeln brachte stets Veränderung, Schweigen hingegen sorgte für Kriege. Mehrmals schwiegen bereits Millionen Menschen, siehe Drittes Reich, Afghanistan oder Libyen. Einzig betreffend Vietnam ertönten zeitweilig Millionen Bürgerstimmen.

Nomen es omen, besagt ein lateinisches Sprichwort. Namen können durchaus Zeichen sein. Im Wort Krieg steht das versteckte Wort Gier. Menschen gieren allem hinterher, was sie haben wollen, allerdings grundsätzlich niemals besitzen können. Ob Beziehungen, Sachwerte, Macht oder Gebietsansprüche – nur wer selber frei von Gier, zufrieden das eigene Dasein gestaltet, wird verstehen, dass Ukraines Unabhängigkeit die allerletzte Chance ist, wahrhaftigen Frieden aufzubauen, der bisher so nie vorhanden war.

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