Das von Experten im Vorfeld scharf kritisierte Rentenpaket der Großen Koalition wurde vom Bundestag mit großer Mehrheit durchgewunken. Damit ist der Weg für das teuerste Vorhaben der schwarz-roten Regierung, eine ausgebaute Mütterrente und die abschlagsfreie Rente ab 63 für langjährig Beschäftigte frei.

Von Marco Maier

Die Abstimmung war deutlich: 460 Abgeordnete stimmten dafür, 64 dagegen und 60 enthielten sich der Stimme. Unter den ablehnenden Abgeordneten fanden sich neben den Grünen auch rund ein Dutzend Mandatare von CDU und CSU. Die Linke enthielt sich der Stimme. Der Bundesrat muss für das am 1. Juli in Kraft tretende Paket keine Zustimmung geben.

Das nun vom Bundestag verabschiedete Rentenpaket enthält neben der verbesserten Rente für ältere Mütter und der abschlagsfreien Rente ab 63 für besonders lange Versicherte auch Verbesserungen für Erwerbsminderungsrentner sowie mehr Geld für Reha-Leistungen. Pro Jahr kostet das zwischen neun und elf Milliarden Euro mehr als die bisherige Lösung.

Während Experten das Rentenpaket heftig kritisierten stößt dieses in der Bevölkerung selbst auf deutlichen Zuspruch. Nach Angaben des ARD-Deutschlandtrends befürworten 73 Prozent der Befragten die Rentenreform, 22 Prozent lehnen sie ab. Mit dem Motto "45 Jahre arbeiten sind genug" kann sich demnach die Mehrheit der Deutschen anfreunden.

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