Bild: Flickr / swiss-truth CC-BY 2.0

Der britische Enthüllungsjournalist Tony Gosling deckte auf, wie sich der Militärisch-Industrielle-Komplex der britischen Armee ermächtigt, und wie die Bilderberg-Gruppe daran beteiligt ist. Mit den Bilderbergern wurde die SS neu formiert und aus der multinationalen militärischen Macht ein global agierendes Finanznetzwerk geschaffen, dessen Auswirkungen auf die Menschen dieser Welt nicht minder gefährlich sind.

Von Marco Maier

Die Ernennung des als hitzköpfig geltenden ehemaligen Offiziers und heutigen Tory-Abgeordneten Rory Stewart zum Vorsitzenden des Westminster-Verteidigungsausschusses wird in investigativen britischen Kreisen äußerst kritisch gesehen. Der Bilderberger Stewart wird auch dieses Jahr in Kopenhagen dabei sein und dort die Wünsche des mächtigsten Privatklubs der Welt entgegennehmen.

Erst letzte Woche fällte der Innenausschuss ein vernichtendes Urteil über die Aufsicht der britischen Militär- und Geheimdienste. Insbesondere in Bezug auf die Kosten für die britischen Steuerzahler. Doch die kriminelle Verschwörung von Amerikanern, Briten und der Arabischen Liga 2003, die zum Vernichtungskrieg im Irak führte könnte bald schon übertroffen werden. Die aktuellen Vorgänge in der Ukraine werden nämlich gewiss auf der Bilderberg-Agenda stehen.

Betrachtet man die Geschichte, so begann sich ab 1943 – als die Niederlage Deutschlands im 2. Weltkrieg absehbar wurde – ein Netzwerk zu bilden, in dem nicht nur die Nachkriegsordnung Europas kontrolliert werden, sondern dieses auch noch an die USA geschweißt werden sollte. Die "Krieg und Frieden Studiengruppe" des Council On Foreign Relations der USA erarbeitete den Marshall-Plan, der neben dem Office of Strategic Services (OSS) dazu dienen sollte, die Westeuropäer vom Kommunismus fernzuhalten.

Bilderberger als neue SS-Elite?

Prinz Bernhard der Niederlande, der erste Vorsitzende der Bilderberg-Gruppe und Teil der deutschen Aristokratie, war ein frühes Mitglied von NSDAP und SS. Dennoch wurde er nach dem deutschem Einmarsch 1941, als er samt Familie nach Großbritannien floh, von britischen Kräften als vertrauenswürdiger niederländischer Verbindungsoffizier angesehen. Er koordinierte die Zusammenarbeit mit niederländischen Widerstandskämpfern und bereitete die alliierte Invasion in den Niederlanden vor. Doch sein Kontaktmann, Edellindemans, war Doppelagent und überbrachte die Pläne für die Operation "Market Garden" den deutschen Stellen. Nach dem Krieg kam er unter mysteriösen Umständen in britischer Gefangenschaft ums Leben.

Die Operation "Market Garden" wurde durch den Verrat zum Desaster, da der Überraschungsmoment auf den die Briten setzten nun fehlte. Ein junger britischer Hauptmann, Lord Peter Carrington, der die Panzergrenadiere führte, wurde später selbst Teil der Bilderberg-Gruppe. Interessanterweise fand das erste Treffen der Gruppe 1954 in Oosterbeek statt, jenem Ort an dem die deutschen Truppen den letzten größeren Sieg feiern konnten und die britische Armee über 10.000 Todesopfer zu beklagen hatte.

Der danach verfasste Vertrag von Rom, der den Grundstein für die heutige Europäische Union darstellt, geht direkt auf das erste Bilderberg-Treffen 1954 zurück. Tony Gosling bezeichnet es so: So wie Psychopathen immer wieder an den Ort ihres Verbrechens zurückkehren, kehrte auch Prinz Bernhard nach Oosterbeek zurück. Sozusagen als Wink mit dem Zaunpfahl, dass die Nazis knapp ein Jahrzehnt nach der Niederlage wieder zurück sind. Nur eben im neuen Gewand.

Bilderberg – die neue einflussreiche Oligarchie

Rund 70 Jahre nach Arnheim und 60 Jahre nach der ersten Konferenz in Oosterbeek wurde aus der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) eine Europäische Union die 28 Länder mit über 500 Millionen Einwohnern umfasst. Die NATO dient hierbei als militärischer Arm der neuen Oligarchie, bestehend aus Wirtschaftsmagnaten, Bankern, Politikern, Adeligen, Wissenschaftlern und Medienmogulen. SS-General Hausser sagte nach dem Krieg, dass die multinationalen SS-Truppen sozusagen der Vorläufer der NATO gewesen seien. Der frühere CBS News Korrespondent Paul Manning beschrieb in seinem 1981 erschienenen Buch "Martin Bormann im Exil" die Transformation der SS von einem militärischen zu einem finanziellen Reich.

Mit dem transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP, welches von Bilderberg-Mitgliedern, willfährigen Beamten und einer Lobbyistenschar hinter verschlossenen Türen ausverhandelt wird, soll die nächste Stufe der globalen Herrschaft der Konzerne darstellen. Dieses Ermächtigungsgesetz für die multinationalen Konzerne, deren Köpfe längst schon Teil der Bilderberg-Gruppe sind, entreißt noch mehr Teile der staatlichen Verwaltung der demokratischen Kontrolle.

Der Verwirklichung eines Vierten Reichs, welches mit Europa und Nordamerika eine gewaltige Ausdehnung erreicht hat, steht nun nur noch wenig im Weg. Was Himmler einst als seine Elitetruppe, seinen "neuen Adel" für Europa ansah, wurde zu einer multinationalen Elite der Geldmächtigen und Einflussreichen. Die Uniformen wichen den Maßanzügen, die Totenköpfe den Firmenlogos, die MP44 der Finanzindustrie. Und wieder ziehen die Kohorten nach Osten und erkoren die Ukraine als Einfallstor nach Russland. Wer da noch glaubt, die direkte finanzielle Unterstützung der Bandera-Horden des Rechten Sektors sei Zufall, dem kann nicht mehr geholfen werden. Die Nadelstreif-Faschisten sind es, welche die Menschen für die Konzerninteressen bluten lassen.

Den englischen Artikel von Tony Gosling finden Sie hier.

 

3 KOMMENTARE

  1. Selbst wenn es den Leuten peinlich ist, die Lohnabhängigkeit bleibt bestehen und wenn ein neuer Adolf Hitler käme, so würden sie ihm rein aus Lohnabhängigkeit folgen.

    Und wenn irgend einer kam und sagte: “Wie konntet ihr nur Adolf Hitler folgen?”, dann hätte die Antwort lauten müssen: “Ihr doch auch!”

  2. Conchita wird uns nächstes mal führen!

    Sie weiß wo es lang geht. Ich hoffe dieses mal nicht nach Osten!

    vielleicht übern Teich oder nach Afrika? keine Ahnung. Sie wirds richten!

  3. THE TRAITOR OF ARNHEM

    Chapter 9 – extracted from

    Spycatcher By Lt. Col. Oreste Pinto, Published by Panther Books (1952)

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    The climax of his confession of what, of course, the betrayal of Arnhem. When he was attached to the Canadian First Army and given the job of alerting the Resistance Movement in the Eindhoven area so that they could aid the forthcoming airborne landings, he realized at once that this was a golden opportunity for bigger and better treachery. He completed his Eindhoven mission – not without difficulty, for the local Resistance leader was suspicious of him and had him arrested. In fact, with supreme irony, as it turned out, the Canadians had to send an intelligence officer to “ bailout “ Lindemans and vouch for his integrity before the Eindhoven Resistance men would listen to his proposals. Even this setback did not deter him from his traitorous course. He met Colonel Kiesewetter of the defense at Driebergen on September 15, two days before the landings were to take place, and told him all the secret facts with which he had been entrusted. It is true that Lindemans did not mention the word “ Amhem." A certain section of the Dutch Press subsequently tried to make much of this and claimed that the lindemans could not have betrayed Arnhem because he did not know the exact area of the landings.

    This argument is puerile nonsense. Lindemans may not have mentioned the actual name of Arnhem, but he did tell Colonel Kiesewetter that the landings were to take place north of Eindhoven. He said as much in his signed confession. Now every large-scale parachute landing, as any amateur tactician should know, is made with the object of seizing some vital area and holding it for a limited length of time. Paratroops of the elite of the Army, are too valuable to be scattered aimlessly over the countryside in penny packets. One glance at the map would suffice to tell the German military experts what points these airborne troops would be concentrated on the “ north of Eindhoven." There was no valuable objective in the open fields. No. The obvious targets were the bridges at Grave, Nijmegen and Arnhem. If these could be seized and held long enough for the main body to link up with the paratroops, then a dangerous bridgehead aimed at the heart of Germany would be developed.

    So Lindemans's infamy can never be whitewashed. When he told Colonel Kiesewetter of the top-secret plan to land airborne forces “ north of Eindhoven" in two days' time, he betrayed the Battle of Arnhem.

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