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Die Indizien sprechen eigentlich klar dafür: China scheint an einer neuen Weltreservewährung zu arbeiten, die offenbar mit Gold gedeckt sein soll. Nicht umsonst wurde die freie Konvertibilität des Yuan forciert. Damit neigt sich die Dollar-Ära langsam dem Ende zu.

Von Marco Maier

Nichts währt ewig – schon gar nicht der Status einer Währung als Weltreservewährung. Im Schnitt der vergangenen Jahrhunderte lag die Dauer des Status als Weltleitwährung im Schnitt bei rund 95 Jahren. Portugiesen, Spanier, Niederländer, Franzosen und Briten haben dies schon hinter sich. Die USA dürften nun bald folgen. Wenngleich die Tendenz eher zu einem neuen mehrteiligen Reservesystem gehen dürfte, so wird der Yuan darin wohl eine wichtige Rolle spielen.

Da sich Peking hinsichtlich der Goldreserven des Landes bedeckt hält, kann der wahre Umfang des chinesischen Golddepots nur geschätzt werden. Während konservative Schätzungen bei etwa 4.000 Tonnen des begehrten Edelmetalls liegen, gehen manche Beobachter sogar von derzeit bis zu 7.000 Tonnen Gold in chinesischem Staatsbesitz aus.

Damit läge die Volksrepublik direkt nach den USA an zweiter Stelle. Diese haben offiziellen Zahlen zufolge 8.133,5 Tonnen Gold in den Bunkern gelagert. Doch die letzte wirkliche Prüfung erfolgte im Jahr 1957. Selbst der libertäre Kongressabgeordnete Ron Paul scheiterte beim Versuch, eine Goldinventur durchführen zu lassen. Dass die Zweifel an den US-Goldreserven angebracht sind, zeigt die jüngste Lieferung von Gold nach Deutschland.

Von den 300 zurückgeforderten Tonnen Gold – insgesamt liegen offiziell etwa 1.500 Tonnen an deutschem Gold in den USA –  konnten die Amerikaner bislang gerade einmal 5 Tonnen auftreiben, die zudem zuerst noch umgeschmolzen wurden. Die Originalbarren wurden offenbar längst schon verschachert. Ob die Deutsche Bundesbank das Gold jemals wieder zu Gesicht bekommen wird, steht damit in den Sternen. Ebenso dürften die Chinesen damit in Wirklichkeit die Top-Goldbesitzer sein.

Grund für den chinesischen Goldhunger dürfte der Umstand sein, dass sie um die Gefahr eines Dollar-Crashs genau wissen. Und so importiert das Reich der Mitte Unmengen davon und lässt auch die Vorkommen im eigenen Land exzessiv ausbeuten. Selbst die Bürger werden von Peking dazu ermuntert, ihre Ersparnisse möglichst in Gold zu investieren. Damit sollen die eigenen Bürger wohl vor Verwerfungen auf den Devisenmärkten geschützt werden und nach einer Neuordnung des Weltwährungssystems vom Goldbesitz profitieren.

4 KOMMENTARE

  1. Die Bundesregierung müsste ihr in den USA gelagertes Gold doch nur verkaufen. Soll die Fed doch die Dollarscheine dafür drucken. Noch gibt es immerhin etwas dafür.

    Für die Dollars kann man dann auf dem Markt das Gold wiederum kaufen und im eigenen Land einlagern.

    • Das dürfen die doch nicht. Als sklavischer Vasall der derzeitigen Regierung der USA sind derartige Unarten strikt verboten. Schaun wir doch mal über das Hineinkriechen vom Merkel in den Darmfortsatz des Obomba, das wäre mit früheren echten Politikern unmöglich gewesen.

      Deutschland hat fertig.

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    03.05.2014

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