Anti-Fed-Protest. Bild: Flickr / Justin Ruckman CC-BY 2.0
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Karen Hudes ist Absolventin der juristischen Fakultät Yale und arbeitete über 20 Jahre lang in der Rechtsabteilung der Weltbank. Doch die führende Juristin wurde gefeuert, weil sie die Korruption innerhalb der Weltbank öffentlich ankreidete. In ihrer einzigartigen Position erhielt sie tiefe Einblicke in das herrschende System, in dem die Eliten diese Welt regieren.

Von Marco Maier

Wäre Karen Hudes nicht in dieser Position beschäftigt gewesen, würde man sie für eine Verschwörungstheoretikerin halten. Immerhin versucht sie den Menschen zu erklären, wie eine machthungrige Gruppe von Menschen mit Hilfe von Mega-Konzernen und Finanzinstituten ein neofeudales System erschafft. Dies erklärte sie schon vor rund einem Jahr.

Das Ziel, so Hudes, sei die globale Versklavung durch Schulden. Egal ob es sich um die "normalen" Menschen oder die Regierungen handelt. Dazu nutzen sie die Abhängigkeit von Politikern und Parteien von Spendengeldern und die großen Massenmedien, die sich längst schon weitestgehend in Händen der Eliten befinden. Und noch einmal: dies ist keine "Verschwörungstheorie", sondern das Geständnis einer Aussteigerin die über zwei Jahrzehnte selbst ein Rädchen der globalen Finanzoligarchie war.

In einem kürzlich gegebenen Interview mit dem "The New American" konkretisierte Hudes dieses global agierende Netzwerk, welches sich zusehends rund um einen kleinen Kern von Finanzinstituten bildet. Diese extreme Konzentration von Geld und Macht birgt jedoch enorme Gefahren für Politik und Wirtschaft, aber vor allem auch die Weltbevölkerung in sich.

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Im Zentrum dieses Netzwerks, so Hudes, befinden sich 147 Finanzinstitute und Zentralbanken. Darunter auch die Federal Reserve (Fed), die zwar vom Kongress geschaffen wurde, jedoch durch ein konspiratives Kartell von Privatbanken kontrolliert wird. "Dies ist eine Geschichte darüber, wie das internationale Finanzsystem heimlich gespielt wurd – vorwiegend durch die Zentralbanken, sie sind diejenigen, über die wir sprechen", erklärte sie. "Die Zentralbanken haben dieses System gespielt. Ich würde sagen, dass dies ein Griff nach der Macht ist."

Entsprechend Hudes' Enthüllungen ist die Fed das Zentrum dieser Spielereien und der ganzen Vertuschungen. So sollen die Zentralbanken ihrer Aussage nach auch den Goldpreis aktiv manipulieren. Die Fed als Schlüsselspieler betreibt demnach ein intrigantes Spiel, um die Kontrolle über die Weltwirtschaft zu behalten. Ganz zu schweigen vom Vertrauen in die Papierwährungen. Viele hochrangige Analysten und Experten äußerten schon früher die Vermutung, dass die Zentralbanken aktiv intervenieren, um den Goldpreis möglichst niedrig zu halten, damit der Wertverfall des "Fiat Moneys" nicht dermaßen auffällt. Hudes bezweifelt zudem, dass sich überhaupt noch nennenswerte Goldreserven in Fort Knox befinden.

Wenn wir uns ehrlich sind: Wer hat so ein großes Interesse daran, dass der US-Dollar weiterhin die Weltleitwährung ist? Weshalb sind mit Hussein und Gaddafi zwei prominente Abtrünnige des Dollarsystems tatsächlich ermordet worden? Warum wird jetzt seitens der USA die Sanktionslinie gegen Russland härter gefahren, nachdem der russische Präsident den Rubel stärken, und das Land den Außenhandel zunehmend via Euro, Rubel und Yuan abwickeln möchte?

Doch nicht nur die Fed spielt in diesem perfiden Spiel um Macht und Geld eine enorme Rolle: die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) spielt hierbei den Club der privaten Zentralbanker darf hierbei nicht fehlen. Hudes führt fort: "Nun, werden die Menschen weiterhin Zinsen für die Schulden ihrer Länder zahlen wollen, wenn sie erfahren, welche geheimen Tricks diese Gruppe angewendet hat? Vergessen Sie nicht, wie sie sich außerordentlich bereichert und das Geld der Steuerzahler genommen haben." Damit spricht sie die Bankenrettungen auf Steuerzahlerkosten an, die von den Zentralbanken mitorganisiert wurden. Ein Schelm wer bezüglich ESM, Bankenrettungen und der aktuellen EZB-Politik etwas Böses denkt, zumal deren Direktor, Mario Draghi, als Goldman-Sachs-Banker direkt aus dem Umfeld der Finanzeliten stammt, die dieses Netzwerk geschaffen haben.

Karen Hudes bezeichnet die Finanzoligarchie ganz offen als Gauner und Mafia. So sagte sie: "Diese Verbrecher denken, wenn sie die Menschen länger für dumm verkaufen können, könnten sie sie länger ausbluten lassen." Und so ist es. Jegliche Kritik am herrschenden System wird mit übelsten Unterstellungen bedacht – Wer die Fed kritisiert, wird zum Antisemiten erklärt. Wer sich zu den dubiosen Machenschaften der Finanzoligarchie negativ äußert, gilt als Verschwörungstheoretiker. Doch wer das ganze Schema erkennt und die Mosaiksteinchen danach zu einem Bild zusammenfügt, kann nur diese Schlüsse ziehen, die von der Whistleblowerin Karen Hudes inzwischen publik gemacht wurden.

Professor Carroll Quigley von der Georgetown Universität schrieb schon in seinem 1966 erschienenen Buch Katastrophe und Hoffnung: Die Geschichte der Welt in unserer Zeit:  "Die Mächte des Finanzkapitalismus hatten ein weitreichendes Ziel, nichts weniger als ein weltweites System der privaten Finanzkontrolle zu schaffen, welches in der Lage ist das politisch System eines jeden Landes und die Wirtschaft der Welt als Ganzes zu beherrschen." Darin beschrieb er unter anderem, wie dieses neofeudale System entstand, und wie die von Privatbanken gesteuerten Zentralbanken schrittweise ihre Finanzoligarchie etablierten.

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