Derzeit scheint es in der Ukraine in Sachen antirussischer Aktionen keine Grenzen mehr zu geben. Neben einem staatlich ausgerufenen Einreiseverbot für männliche Russen im wehrfähigen Alter setzt eine Privatbank auch noch eine ein Kopfgeld von 10.000 Dollar für jeden festgenommenen "Moskalj" (Russen) aus.

Von Marco Maier

An Kurzsichtigkeit hinsichtlich der politischen Aktionen gegen Russland mangelt es derzeit in Kiew offenbar nicht. So gab die Maidan-Koalition in Kiew den Befehl aus, dass sämtlichen männlichen Russen im Alter von 15 bis 60 Jahren die Einreise verwehrt werden soll. Damit möchte die Jazenjuk-Truppe offiziell verhindern, dass Freiwillige aus Russland Einfluss auf die Geschehnisse in der Ostukraine nehmen.

Was die derzeitige Übergangsregierung dabei jedoch zum Nachteil hunderttausender Ukrainer in Kauf nimmt, ist der Beschluss gleicher Gegenmaßnahmen durch Moskau. Dies würde jedoch bedeuten, dass all jene Ukrainer die in Russland arbeiten nicht mehr zu ihrer Arbeitsstelle können. Somit drängt Kiew unzählige Familien in die Arbeitslosigkeit und Armut, zumal die Löhne in Russland über jenen in der Ukraine liegen. Doch dies scheint die von Oligarchen unterstützte Truppe in Kiew nicht zu interessieren. Bei Champagner und Kaviar lässt es sich leicht über das Schicksal der normalen Menschen entscheiden.

Nicht zu vergessen das ausgesetzte Kopfgeld der Privatbank von Kolomojski, dem ukrainischen Oligarchen der von der Maidan-Koalition als Gouverneur von Dnepropetrowsk eingesetzt wurde. Der Multimilliardär lobt darin ganze 10.000 Dollar an Kopfgeld für jeden festgenommenen Russen aus. Damit wird Jeder der in der Öffentlichkeit russisch spricht zum potentiellen Opfer. Doch bislang scheinen sich weder die EU, noch Berlin, noch die Schweiz (wo Kolomojski seinen Wohnsitz hat) darum zu kümmern.

Gäbe es ein solches Plakat in Russland, könnte man sich vor medialen Entrüstungsorgien jedoch kaum retten. Es ist erschreckend, wie hier trotz besseren Wissens immer noch mit zweierlei Maß gemossen wird, nur um damit einen neuen Krieg zu provozieren. Dabei verhält sich Moskau derart passiv, wie es zu Zeiten der Sowjetunion wohl längst nicht der Fall gewesen wäre.

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3 thoughts on “Ukraine: Einreiseverbot für und Kopfgeld auf Russen”

  1. Das Geld ist NICHT auf getötete Russen ausgesetzt, sondern auf die Ergreifung von russischen Spezialkräften, die in der Ostukraine bei der Besetzung der Verwaltungsgebäude eine entscheidende Rolle gespielt haben. Diese sollen LEBEND an die ukrainische Polizei übergeben werden. Siehe hierzu Statements von besagtem Oligarchen und der akt. ukrainischen Regierung. Hört auf, hier so einen falsch recherchierten Mist zu schreiben und die Leute aufzuhetzen – egal in welche Richtung! Eine solche Desinformation, wie hier betrieben wird, ist unverantwortlich!

    1. Fragt sich hier was besser ist! Was glaubst du bitte, was mit diesen „Spezialkräften“, die „lebend übergeben“ werden sollen, passiert? Es ist alles richtig recherchiert, hab selber Verwandte in der Ukraine, die solche unglaublichen Aktionen bestätigen.
      Und dann verweist du noch auf „Statements von Oligarchen und der aktuellen ukrainischen Regierung“? Das ich nicht lache, weißt du was das für Leute sind?

    2. Ach und außerdem: Auf dem Plakat steht der Verweis nicht mit den „Spezialkräften“. Egal was für einen Sinn das im Hintergrund hat, auf dem Plakat steht „10000 für Russen“! Das ist Fakt und daran kann man nichts ändern.
      Stell dir vor, dass sowas in einem anderen Land hängen wurde… In Deutschland: „10000 für Juden“. Wäre das okay? Das ist luppenreiner Faschismus und es ist einfach bitter, dass viele Menschen es nicht sehen (können/wollen).

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