Ostukraine: Kiew droht mit Militäreinsatz

Die Unruhen im Osten der Ukraine forderten bislang mehrere Tote und Verletzte. Sollte sich die Lage nicht bald beruhigen, will Kiew die Proteste mit massiver Waffengewalt beenden. Russlands Außenminister Lawrow warnte indessen ausdrücklich vor einer Gewaltanwendung gegen die russischsprachige Bevölkerung.

Von Marco Maier

Offenbar steht die Ukraine kurz vor dem Ausbruch eines Bürgerkriegs. Anstatt eine Strategie der Deeskalierung zu fahren, gehen die ukrainischen Sicherheitskräfte augenscheinlich mit massiver Gewalt gegen die Demonstranten vor. Bei einem Einsatz der Polizei gegen Protestteilnehmer in der Stadt Slawjansk, sollen mehrere Menschen verletzt und einige getötet worden sein.

Der von der Maidan-Koalition zum Übergangspräsidenten ernannte Alexander Turtschinow kündigte indessen an, die ukrainischen Streitkräfte für einen "umfassenden Anti-Terror-Einsatz" in den Osten des Landes schicken zu wollen. Jene Aufständischen die ihre Waffen bis Montag abgeben würden, solle Amnestie gewährt werden.

Am Donnerstag soll ein Krisentreffen stattfinden, an dem Vertreter der Ukraine, Russlands, der EU und der USA teilnehmen. Russlands Außenminister Lawrow jedoch erklärte dieses Treffen für gefährdet, sollte die ukrainische Regierung die Lage weiter eskalieren lassen, indem sie weiterhin mit Gewalt gegen die russischsprachige Bevölkerung im Osten vorginge.

Inzwischen wurden Gerüchte bekannt, wonach CIA-Direktor John Brennan für kurze Zeit in Kiew war. Angesichts der von Victoria Nuland mit mehreren Milliarden Dollar angegebenen von den USA finanzierten Destabilisierung der Ukraine, könnte die kurz darauf erfolgte Ankündigung eines Militäreinsatzes im Osten auf US-Instruktionen zurückgehen.

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Währenddessen demonstrierten in Charkow tausende Menschen für eine Föderalisierung der Ukraine. Dieser Schritt könnte den Zerfall des Landes stoppen und endlich Frieden einkehren lassen.

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