Jazenjuk und Vertreter der Maidan-Koalition bei einem Staatsbesuch aus Österreich. Bild: Flickr / Österreichisches Außenministerium CC-BY 2.0
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Sage mir, mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist. Diese Weisheit ist offenbar auch dem ukrainischen Regierungschef Jazenjuk bekannt. Jedenfalls hat er sich viel Mühe gegeben, seine Internet-Kontakte zu löschen, damit niemand sehen kann, mit wem er umgeht. Doch er hat es nicht ganz geschafft.

Von Florian Stumfall

UkraineYatsenyukFoundationWeil er offenbar mit – westlichen – Stiftungen gute Erfahrungen gemachte, hat sich Jazenjuk ebenfalls eine Stiftung eingerichtet mit dem Namen Open Ukraine. Doch bereits nach kurzer Zeit gab es die Website nicht mehr, Jazenjuk hatte sie mitsamt den darauf festgehaltenen hochkarätigen Kontakten gelöscht, aber nicht mit den Möglichkeiten der Technik gerechnet. So sind Jazenjuks überaus interessante Verbindungen wiederhergestellt und offenbar geworden, die er über seine Stiftung pflegte.

An prominentester Stelle ist hier das Chatham House zu finden, das britische Gegenstück zum amerikanischen Council on Foreign Relations, beide führende Zentren der anglo-amerikanischen Weltregierungs-Agenda. Das Chatham House gilt als der angesehenste Think Tank weltweit. Dazu passt der Black Sea Trust, ein Teil des German Marshall Fund. Die Einrichtung ist wie viele NGO spezialisiert auf Unterwanderung und Einflussnahme.

Aus der offenkundigen Tatsache, dass Jazenjuk auf der Payroll des US-Außenministeriums stand, hat seine Website ebenfalls kein Geheimnis gemacht, solange es sie gab. Das Ministerium war als Förderer aufgeführt, geschmückt mit Dienstsiegel. Wer sich derart in die Fänge von Großkapital und New World Order begibt, bekommt natürlich auch mit dem National Endowment for Democracy zu tun. Diese Einrichtung ist eine hundertprozentige CIA-Tochter und zuständig für Wühlarbeiten unter dem Deckmantel von Entwicklungshilfe und Verbreitung von Demokratie. Bei einem einigermaßen prominenten Putsch sollte das NED schon dabeisein.

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Auch die NATO wollte sich nicht lumpen lassen. Wie Jazenjuks Website ausweist, hat sie offenbar extra für die Ukraine ein „NATO Information and Documentation Centre“ gegründet, eine Organisation für die Propaganda des NATO-Kriegsbündnisses. Auch dieses hatte sein Logo auf Jazenjuks Website hinterlassen.

Dies alles sind also die Kontakte eines ukrainischen Revolutionärs, der so tut, als hätte ihn Volkes Wille an die Spitze seines Staates gebracht. Kein Wunder, dass er bald bemüht war, den Hintergrund seines steilen Werdegangs unkenntlich zu machen. Es war schon peinlich genug, dass die Dame Nuland ihn am Telefon zum neuen Regierungschef ausgerufen hatte.

Die Open-Ukraine-Stiftung indes gibt es nach wie vor. Jazenjuk beteuert, sie sei eine rein philanthropische Organisation. Das erinnert an John D. Rockefeller I., der hat mit seinen umfangreichen sozialen Stiftungen bereits zu einer Zeit begann, als er Konkurrenten noch mit Bomben vernichten ließ.

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